Kapitel 29

Und Bill im Türrahmen stand. Es war zu dunkel um zu sehen was für ein Gesichtsaudruck hatte, aber er sah nicht gerade Glücklich aus.
"Sevgi?! Schläfst du schon?" Flüsterte er. Ich hatte wirklich keine Lust auf einen von den beiden, also tat ich so dass ich schlafen würde.
"Sevgi! Ich weiß das du mich nicht sehen willst, aber......Ach, egal."
"Bill. Komm her." Er schaltete das Licht an und setzte sich neben mir ins Bett. Er holte tief Luft und fing dann an zu erzählen.
"Also erst mal, es tut mir leid dass ich mich nicht gemeldet habe und zweitens weißt du vielleicht was von Michi? Also wies ihr geht, was die Ausbildung macht usw. halt."
"Bill, warum fragst du mich das?! Warum rufst du sie nicht einfach an? Ich mein du hast ihre Nummer, du kennst sie so gut wie kein anderer und außerdem liebt sie dich noch." Er vergrub seinen Kopf in den Händen. Als er da so saß, bekam ich mitleid, ich wusste nicht wieso, aber er kam mir so verändert vor, vereinsamt.
"Aba......aber sie hat doch auch meine Nummer. Warum ruft sie nicht an?" Bill stand kurz davor loszuheulen. Ich legte einen Arm um ihn.
"Sie hat dich angerufen, und das nicht nur einmal. Sie hat’s genauso aufgegeben wie ich, euch noch irgendwann mal zu erreichen. Also, ihr geht’s so weit ganz gut und in der Ausbildung kommt sie auch ganz gut zurecht. Moritz ist gerade rüber geflogen." Er sah mich mit Glasigen Augen an, und ich konnte mir die nächste Frage schon Vorstellen.
"Hat sie ein, ein neuen Freund?" In mir tobte ein Kampf. Wenn ich es ihm sagen würde, würde er zusammenbrechen und wenn ich ihn anlügen würde, ja was dann? Ich seh ihn ja wieso fast nie, also müsste ich ihm nur kurze Zeit was vorspielen.
"Nein, hat sie nicht." Ein kleines Licht funkelte in Bill´s Augen auf.
"Ich geh jetzt lieber ins Bett. Gute Nacht." Wir umarmten uns und Bill verschwand in sein Zimmer. Jetzt, wo es zu spät war, hatte ich doch ein schlechtes Gewissen. In dieser Nacht schlief ich überhaupt nicht gut. Ich hatte Alpträume, von einem Autounfall der Band bis hin zu dem Tod meiner Mutter.
"Ich muss durch den Monsun, hinter die Welt......" Etwas genervt schlug ich die Augen auf und ging an mein Handy.
"Ja?"
"Also ich wurde schon mal netter begrüßt."
„ Michi? Hey wie geht’s dir? Was gibt’s?"
„ Ja, soweit ganz gut. Warum ich anrufe, ich komm über Silvester zurück nach Deutschland. D.H ich komm am 29.12 und bleib bis zum 5.01."
„ Echt, is ja richtig cool. Weißt du wie ich mich freue. Moritz kommt dann ja wieder mit oder? Und was ist mit Nate? Ich will doch endlich wissen wie dein neuer Freund so ist."
„ Ja, er kommt mit. Hey ich hab jetzt echt keine Zeit, also wir sehen uns dann in 5 Tage. Ciao."
„ Bye, ich freu mich."
"Wer war das?" Erschrocken ließ ich mein Handy fallen und sah Bill nachdenklich im Zimmer stehen.
"Äh, äh, meine Cousine, sie will, sie will"
"Michi, oder?" Sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Zaghaft nickte ich.
"Und du willst eine Freundin sein? Seit wann lügen sich freunde denn bitte an?"
"Ich wollte dich nicht anlügen, ich dacht nur...."
"Lass es lieber mit dem denken. Warum hast du mir nicht gesagt dass sie ein Freund hat? Ach, is doch auch scheiß egal." Er drehte sich um und stürmte raus.
"Hey, was´en hier los? Man Bill. Kannste net ma aufpassen?!" Ich ließ mich zurück aufs Bett fallen und Tom setzte sich neben mich.
"Was denn passiert?"
„ Kurz Fassung oder ausführlich?"
"Ähm, wenn du schon so fragst, kurz und bündig bitte." Ich sah ihm in die Augen und fühlte mich sofort wieder besser.
"Also, Bill hat gefragt ob Michi ein Freund hat, ich hatte nein gesagt. Dann hat er eben mitbekommen das sie doch einen hat und ist ausgerastet." Tom nickte verständnisvoll.
"Und ist er so ausgerastet weil Michi ein Freund hat, oder...." Ich schüttelte den Kopf.
"Keine Ahnung."

°°°°°°°°°°°°Michi´s Sicht°°°°°°°°°°°°

"Bitte stellen sie die Rückenlehnen aufrecht, stellen sie das Rauchen ein und schnallen sie sich an. Wir befinden uns im Landeanflug auf Berlin."
„ I´m so exited."
„ Auf was denn?" fragte ich Nate neugierig.
"Naja, auf deine Familie, deine Freunde und wie du einfach gelebt hast." Ich sah aus dem Fenster. Würde ich Bill und die anderen wieder sehen? Wenn ja, was würde passieren? Das Flugzeug setzte auf und die Passagiere klatschten. Nach einer Stunde kamen wir endlich aus dem Flughafen raus und zugleich entdeckte ich meine Eltern. Ich fiel ihnen um den Hals.
"Schön dich wieder zu sehen. Wie geht´s dir wie war der Flug. Oh, wer ist denn der hübsche junge Mann den du uns da mitgebracht hast?" Fragte meine Mutter neugierig.
"Ähm, das ist Nate, mein neuer Freund."
„ Freut mich."
"Mich auch." Dann ging’s los nach Hause. Vor dem Haus meiner Eltern standen alle meine Freunde. Sevgi, Andi, Alex, Sarah usw., nur Bill und der Rest der Band war nicht da.
"Ahhhh, Michi." Wir fielen uns alle um den Hals und ich fing an zu heulen. Wir setzten uns alle samt ins Wohnzimmer und nachdem Nate begutachtet worden und ausgefragt war, fing ich an von Amerika zu erzählen.
"So schön Amerika auch ist, zu Hause ist es doch am schönsten. Besonders mit euch." Beendete ich mein Vortrag.
"Du, sei uns nicht böse, aber wir müssen gehen." Ich nickte und umarmte alle zum Abschied.
"Ich begleite dich noch ein Stück okay?!" Meinte ich an Sevgi gerichtet.
"Willst du mit kommen Nate?" Er schüttelte den Kopf.
"Nein, ich lass euch mal ein bisschen Zeit alleine." Ich küsste ihn und schnappte mir meine Jacke. Wir beide schlenderten die Straßen runter bis zu Sevgi´s Haus.
"Also, wir sehen uns dann morgen. Ich hol dich dann um halb 12 ab okay?" Ich nickte und umarmte sie.
"Okay, ciao." Sie schloss die Tür und ich drehte mich zum Nachbarhaus. Das ganze Haus war stockdunkel. Ich ließ ein kurzes schnaufen von mir hören und ging noch ein bisschen spazieren. Ich konzentrierte mich nicht auf den Weg, meine Füße trugen mich einfach irgendwo hin. Es war bereits 22Uhr als ich das nächste Mal aufsah. Ich war auf einem Berg, auf dem ich mit Bill ein paar schöne Abende verbracht hatte. Ich legte mich ins feuchte Gras und schloss die Augen. Sofort suchten sich meine Tränen den Weg zum Boden. Ich setzte mich wider auf, winkelte die Beine an und legte meine Arme und meinen Kopf auf die Knie. Wie konnte er mir das nur antun? Er wusste dass ich ihn über alles liebte und auch ich wusste dass er mich liebte. Also warum?
"Warum, Bill? Warum?" schluchzte ich leise vor mich hin. Plötzlich spürte ich wie mich jemand in den Arm nahm. Erschrocken fuhr ich auf und sah einen Jungen, der einen Kopf größer als ich war und etwas vorm Gesicht hatte. Es konnte nur Bill sein, seine Statur, seine Größe und nur mit ihm war ich an diesem Ort gewesen.
"Bill?" Fragte ich leicht ängstlich.
"mhm, ja." Wir standen uns gegenüber und sahen uns nur stumm an.
"Es, es tut mir leid, das...."
"Nein, es muss dir nicht Leid tun. Du bist alt genug um zu wissen was du tust. Es wird sicher seine Gründe haben warum du dich nicht gemeldet hast. Die Erklärung kannst du dir sparen. Ich will nur eins wissen, bin ich dir wirklich so egal? Weil, ich mein immerhin waren wir zwei Jahre zusammen und kennen uns schon 11Jahre, achja und dann noch die Szene am Flughafen. War das auch gelogen, von wegen das du mich vermissen würdest? Weißt du wie ich gelitten habe und immer noch leide?" Ich hatte angefangen zu weinen.
"Michi, bitte lass uns reden." Sagte er leicht flehend. Auch er war kurz davor zu weinen.
"Wir reden doch gerade. Und über was willst du reden?" Er nahm mich an die Hand und zog mich wieder runter.
"Bitte hör mir nur zu okay, und fall mir nicht ins Wort." Leicht zögerlich nickte ich.
"Es tut mir wirklich leid, dass ich mich nicht gemeldet habe. Ich weiß dass ich ein Arsch war und du weißt dass du mir alles bedeutest, ich würde alles für dich tun, nur......" Er sah mich flehend an. "Michi, hilf mir bitte. Ich kann nicht mehr." Er fing an zu weinen. Mein Herz wollte sofort zu ihm zurück, nur mein Verstand rief mich immer wieder in die Gegenwart zurück. Dennoch nahm ich ihn in den Arm. Sofort schlang er seine Arme um meine Hüfte und drückte mich an sich, dass es schon fast wehtat. Wie ich dieses Gefühl vermisst hatte.
"Wie soll ich dir helfen? Was kannst du nicht mehr? Rede mit mir, bitte." Er schwieg weiter und weinte nur.
"Bill, du machst mir angst. Du weißt du kannst mir alles erzählen." Ich setzte mich auf seinen Schoß und er lehnte den Kopf an meine Schulter.
"Seit dem du weg bist, da, da fühl ich mich so leer, so einsam. Verlassen irgendwie. Ich kann dieses Gefühl der leere in mir nicht mehr ertragen. Ich habe so ein Gefühl, das alles was ich mache, das ich das alles nur für andere mache nicht für mich."
„ Wie soll ich das denn verstehen?"
„ Naja, weißt du früher hab ich Musik gemacht, weil mich das einfach glücklich machte. Und als ich dann eure Gesichter immer gesehen habe, wie ihr gestrahlt habt als wir euch ein neuen Song vorgespielt haben, da wusste ich einfach das ich das immer machen wollte, aber jetzt...." er Atmete schwer aus "Jetzt, ist dieses Gefühl weg, was mich angespornt hat, was mir Freude gemacht hat. Und ich kann mit niemand darüber reden." Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Solange ich denken konnte war es Bills Traum gewesen seine Musik öffentlich zu machen, und jetzt erzählte er mir von seiner Unsicherheit.
"Bill, du weißt das du das für dich tust und du bekommst von Tausenden die Bestätigung das du bzw. ihr es gut macht. Ich glaub nicht dass du dir wegen der Musik so unsicher bist. Hör auf dein Herz. Was sagt es dir?" Wir sahen und direkt in die Augen. Wenn ich nicht gesessen hätte, wäre ich wahrscheinlich umgekippt.
"Mein Herz sagt, das ich dich jetzt küssen muss." Er kam auf mich zu und als sich unsere Lippen berührten, sah ich unsere gemeinsame Zeit in meinem innern Augen ablaufen. Die guten, aber auch die schlechten Zeiten. Ich drückte ihn vorsichtig von mir weg, da ich wieder anfing zu heulen.
"Hey, was ist los? Ist doch alles wieder gut. Ich bin wieder da und ab jetzt wird alles anders, versprochen." Ich sah in Bills hoffnungsvolle Augen, und konnte ihm das sogar fast glauben.
"Bill, ich hab ein Freund, und selbst wenn ich keinen hätte. Du hast auch schon, als ich abgereist bin, gesagt das wir in Kontakt bleiben."
„ Jetzt sind wir aber zusammen und...."
"Nein, wir können nicht zusammen sein, nicht jetzt. Bill, ich wohne in Amerika noch mindestens 1 ein halb Jahre, und du bist hier berühmt, ziemlich viele Mädchen stehen auf dich, und dann überleg mal wie oft, oder eher wie selten wir uns sehen würden. Das kann doch hinten und vorne nicht klappen."
"Kann’s sein das du nicht mit mir zusammen sein willst?"
"Doch natürlich will ich, nur......"
"Nein, es kommt mir aber nicht so vor! Du suchst nur nach Gründen warum es nicht klappen würde. Wie wär’s wenn du einfach leben würdest und nicht an morgen denken würdest. Michi ich liebe dich."
„ Ich dich ja auch..."
"Also, wo ist das Problem? Ich versteh es nicht. Lass es uns doch versuchen, dann geht es uns beiden besser, und wenns nicht klappt, dann haben wir es wenigstens versucht und können uns keine vorwürfe machen." Ich lehnte mein Kopf gegen sein Oberkörper und Bill streichelte mir über den Rücken.
"Ich wünschte ich könnte genauso optimistisch sein wie du. Okay, sagen wir mal ich würde zu stimmen, was wäre mit Nate. Ich könnte das nicht, wir leben zusammen unter einem Dach. Und du darfst nicht vergessen, ihn liebe ich auch. Zwar nicht so wie dich, aber ich liebe ihn."
"Warum ist das alles so schwer?" Ich zuckte mit den Schultern.
"Feiern wir zusammen Silvester?" Bill lachte kurz.
"Was ein Thema Wechsel. Ich weiß nicht so genau."
"Ich verspreche dir auch dass ich nicht mit Nate rummachen werde."
"Meinet wegen. Und wo?"
"Naja, bis jetzt ist noch nix wirkliches geplant, aber wie wär’s hier?" Er sah mich geschockt an.
"Was? Auf unserem Berg? An unserer Stelle?"
"Naja, nicht genau hier, weiter oben halt. Was hälst du davon?"
"Okay, und wenn die anderen nicht mir wollen."
„ Naja, wenn dieser Unwahrscheinlicher fall eintreten sollte, dann feiern wir eben zu zweit?!" Bill lächelte mich an.
"Nur wir zwei?"
„ Ja, natürlich wenn die anderen nicht mitkommen. Also ich könnte mir schlimmeres Vorstellen als mit dir alleine irgendwo zu sein."
"Und ich könnte mir fast nichts besseres Vorstellen." Wir waren wieder verdächtig nah beieinander.
„ Was wäre denn was noch besseres?"
"Wir wären zusammen und irgendwo alleine." Und wieder trafen sich unsere Lippen und diesmal war es wie früher.
"Schön." Ich sah Bill an und musste grinsen.
"Wie viel Uhr haben wir eigentlich?" Fragte Bill mich nach einer Zeit. Ich kramte mein Handy aus meiner Tasche.
"Fuck!"
"Was is?"
"Naja, wir haben mittlerweile 1Uhr und eigentlich wollte ich Sevgi nur schnell heimbringen. Also dem entsprechend viele Anrufe hab ich." Ich wählte Nate´s Nummer. Nach nicht mal einem Tuten ging er ran.
"Wo steckst du? Wir machen uns voll die Sorgen!"
"Ja, sorry. Hab die Zeit vergessen, hab nämlich noch jemanden getroffen. Würde es dir was ausmachen wenn du die erste Nacht alleine bei mir verbringst? Bin jetzt nämlich viel zu müde um heim zu laufen." Bill grinste mich breit an und nickte eifrig.
"Ähm, nein. Is aber schon scheiße."
„ Jah, es tut mir ja auch leid. Wir sehn uns morgen."
„ Ich liebe dich."
„ Ich dich auch." Wir legten auf und ich sah Bill mit meinem Dackelblick an.
"Kann ich heute bei dir schlafen?"
"Ähm, naja eigentlich erwarte ich ja noch jemand um 2, aber ich würde sagen da du es bist, kann ich das absagen." Wir machten uns dann auf den Weg heim zu ihm und legten uns dann auch gleich ins Bett. Bill legte den Arm um meine Hüfte.
"Bill?"
"Ja?"
„ Also, das jetzt keine Missverständnisse auftreten, wir sind nicht zusammen, okay?!"
„ Jah, schon klar. Gute Nacht."
„ Gute Nacht."

Kapitel 30


^^^^^^Sevgi´s Sicht^^^^^^^^^^^^^^^

Als mich Michi Heim gebracht hatte schliefen meine Eltern schon. Ich ging in mein Zimmer, schmiss mich auf mein Bett und genoss erst mal die ruhe. Natürlich kam es, wie es kommen sollte, und mein Handy klingelte. Ich nahm es und ging ran „Ja“ „Hey hier ist Mark!!!“ „Hey Mark wie geht’s?“ „Gut und dir?“ „Auch gut“ „Ist schön und wieso rufst du an?“ Mark ist einer meiner vielen Verehrer, seit dem ich auf den Titelblatt war „Emm… wollte mal deine Stimmer hören und fragen was du so machst.“ „Nix besonderes und du?“ „Ach auch nix besonderes“ es war kurz still und mir kam ein Gedanke „Sag mal hast du Lust jetzt vorbei zu kommen?“ „Ich?“ „Ja, mit wem telefoniere ich den gerade?“ „Ja ok, bin in einer halben Stunde da“ „Ja aber wenn du kommst, lass auf mein Handy klingeln ja?“ „Ja ok“ „Ja dann bis gleich“. Somit legten wir auf. Ich schmiss mich wieder auf mein Bett und schloss die Augen. Ich war eingeschlafen bis wieder mein Handy klingelte. „Ja ich bin da“ „Ok, ich komme runter“. Ich schlich mich leise an die Tür und machte auf „Mark, leise meine Eltern schlafen“ Er nickte nur. Er folgte mir in mein Zimmer. Endlich waren wir da und wir schmissen uns auf mein Bett. Was in dieser Nacht Passiert ist meine Sache (Bin ich aber gemein lol). Ich öffnete langsam die Augen und merkte das der Tag angebrochen war. Verschlafen drehte ich mich um und Mark lag da und schlief. Mein Gott ist der süß wenn er schläft. Ich musste einfach grinsen. Ich stand langsam auf und begab mich ins Bad, machte mich fertig und ging in die Küche. Meine Eltern waren mal wieder arbeiten. Ich machte für Mark und mich ein Frühstück. Wir hatten bereits 12.00 Uhr. „Mein Gott der schläft ja immer noch“ „Bis du dir da sicher“ Ich erschreckte mich und drehte mich zu Mark. Er stand hinter mir und grinste. „Ne, jetzt net mehr“ Er kam zu mir und gab mir ein Kuss auf die Backe. Wir setzten uns hin und frühstückten. Als wir fertig waren ging Mark sich fertig machen und ich räumte auf. „Hey süße also ich gehe jetzt ok“ „Von mir aus“ Er kam zu mir und gab mir einen Kuss auf die Stirn und somit war er auch weg. Gerade wollte ich weiter machen als jemand an der Tür klingelte. Ich ging an die Tür und dort ein ziemlich wütend aussehender Tom. Ohne was zu sagen kam er rein.
„Ja komm einfach rein“ Meinte ich sarkastich. Ich folgte ihm ins Wohnzimmer. Es war kurz still „Was willst du hier?“ Er schaute ziemlich böse „Na ja wollte eigentlich fragen ob du Lust hast mit mir was zu machen, aber wie es aussieht bist du schon beschäftigt“ Er wurde immer lauter. Ich verstand mal wieder gar nix „Was meinst du?“ „Du weißt ganz genau was ich meine. Langsam wurde auch ich sauer „Nein, ich weiß nicht was du meinst! Ich will jetzt wissen was du meinst“ „Dein Besuch!“ „Ach Mark ist doch nur ein Freund“ „Und er war die ganze Nacht hier?“ wir standen uns jetzt ganz nah und ich konnte ihm direkt in die Augen schauen, seinen Atem hören und ihn riechen. Er roch noch genauso wie ich es in Erinnerung hatte, wie ich das vermisst habe. „Was is den so schlimm daran? Du warst ja auch mal für Nächte hier!“ „Das is was anderes“ „Nein is es nicht“ „Du hast dich total verändert, niemals hättest du Jungs mit nach Hause genommen“ Das war ein stich ins Herz. Ich konnte ihn nicht mehr ansehen und wich ein schritt zurück „Natürlich habe ich mich verändert, wir alle haben uns verändert. Schau uns doch an. Ihr seit berühmt geworden, Michi wird Schauspielerin und ich bin einer der gefragtesten Models“ „Ja du hast recht. Unsere Wege haben sich getrennt, daran können wir nix mehr ändern“ „Können wir auch nicht. Du sagst zu mir ich schlepp Typen mit nach Hause, und was machst du? DU nimmst nach den Konzerten ja auch immer eine mit ins Hotelzimmer und hattest ja auch schon 25 Weiber durch genommen. Den Tom den ich kannte war noch Jungfrau“ Er schaute mich mit großen Augen an und er zog mich zu sich. Unsere Körper berührten sich. Wir schauten uns nur an, keiner sagte mehr was. „Woher willst du wissen dass ich 25 Weiber hatte, und nach dem Konzert immer Mädels mit ins Hotel Zimmer nehme? Falls du den Schrott aus den Zeitschriften glaubst, dann kanntest du mich nicht wirklich.“ „Und woher willst du wissen was ich mit den Jungs mache? Kann schon sein, was in den Zeitschriften steht ist Schrott, aber….
„AHHHH“ Na toll jetzt sind wir sogar hin gefallen. So tollpatschig wie ich bin. Tom lang jetzt auf mir, es war mir total unangenehm. Er schaute mir nur in die Augen, was ich ziemlich komisch fand denn, den Blick kannte ich überhaupt nicht. Er merkte das ich mich unwohl fühlte „OH, hast du dir weh getan?“ „Nein, aber ich würde mich freuen wenn du von mir aufstehen würdest“ „OH sorry süße“ Er stand ruckartig auf und half mir hoch. Wir setzten uns hin und schon wieder diese stille. „Weißt du ,ich hatte gehofft als ich her kam das du so geblieben bist wie ich dich all die Jahre kannte, aber als ich den Typ gesehen hatte, wurde ich enttäuscht, obwohl ich wusste das wir uns alle verändert haben“ er sah ziemlich traurig aus „Da hast du recht. Tom, hast du es dir immer noch nicht abgewöhnt mich süße zu nennen?“ er schaute mich fragend an „Eben hast du mich süße genannt!“ „Oh sorry, süße“ Wir fingen beide an zu lachen. Wir verbrachten den Tag bei mir, indem wir Filme guckten und scheiße machten. Wie ich das vermisst hatte. Morgen war Silvester. Was würde alles im Neuen Jahr passieren?