Kapitel 29

Es waren jetzt bereits 3 eineinhalb Wochen vom Urlaub rum, in zwei Tagen würden wir zurück nach Deutschland fliegen. Bill war so gut wie wieder der alte und sonst hatte Tom glaub ich schon so um die 8 Mädels, genau wie Georg und Gustav und Sabrina, naja die waren immer noch zusammen. Wir hatten jeden Tag zusammen verbracht. Es war jetzt genau 3.47Uhr und wir kamen gerade aus der Disse.
"Boah, meine Füße tun volle Kanne weh!" Ich hatte, wie fast jeden Tag im Urlaub, Stilettos an. Erschöpft lies ich mich aufs Bett fallen.
"Tja, das kommt halt davon wenn man so hohe Schuhe anzieht." Bill lies sich auf mich fallen und Küsste mich am Hals.
"Also, das mach ich doch um euch, besonders um dir zu gefallen." Er schob mir mein Shirt hoch. Wir hatten, seit dem Tag an dem Bill im Krankenhaus war, jeden Tag Sex und er wurde von mal zu mal besser. So auch diese Nacht.
Bill und ich standen um kurz vor 12 auf und machten uns langsam Fertig, wir wollten uns mit den anderen am Strand treffen.
"Wey, guckt mal wer da endlich kommt!"
"Tom, lass dir mal ein neuen Spruch einfallen, der wird nämlich langsam langweilig!" Bill breitete unsere Decke auf und legte sich drauf. Er zog mich runter zu ihm und wir fingen wieder an zu Knutschen. In letzter Zeit konnten wir einfach nicht die Finger voneinander lassen konnten. Plötzlich riss mich jemand von ihm runter und zog mich in Richtung Hotel. Ein Bodygouard von den Jungs hatten mich und Sabrina von den Jungs geholt.
"Hey, warum machen sie das?! Lassen sie mich los!!!" Sabrina und schrieen durcheinander. Wir standen dann vor dem Aufzug und wurden reingedrückt.
"Auf eure Zimmer sofort!" Und damit schlossen sich die Türen. Ich rieb meinen rechten Oberarm.
"Scheiße! Was war das denn jetzt?" fragte ich unwissend.
"Keine Ahnung. Aber ich glaube mal das, dass nix gutes zu bedeuten hat!" 10. Stock stiegen wir dann aus.
"Kommst du noch mit?!"
„ Nee, ich warte bei uns auf Gustav." Sie winkte mir zum Abschied. Ich sah ihr nach bis sie im Zimmer verschwunden war. Dann drehte ich mich auch um und schloss die Tür auf. Von unserem Balkon aus konnte man direkt auf den Strand sehen wo wir immer liegen. Die Jungs waren nicht mehr da und genau in diesem Moment hörte ich wie hinter mir die Tür aufflog. Bill und Tom. Ich fiel erst Bill und dann Tom um den Hals. Wir setzten uns aufs Bett.
"Was war das? Warum wurde ich so unsanft von dir weggerissen?" Tom und Bill wechselten nervöse Blicke.
"Also.....naja..........ich weiß nicht wie ich es jetzt sagen soll aber.........." Tom sah zu Bill der nur stumm nickte. "Wir wurden von Paparazzi Geknipst. Und nun ja wir wissen jetzt nicht......."
"Ob man eure Gesichter sehen kann." Was? Was hatten sie gerade gesagt? Sie hätten vielleicht mein Gesicht Geknipst.
"Scheiße. Was wenn die Bilder von mir gemacht haben. Es ist schon schlimm genug das wir überhaupt Fotografiert worden sind und das jetzt ganz Deutschland und keine Ahnung wer noch weiß das du und Gustav Freundinnen haben. Wisst ihr eigentlich wie die Mädchen uns bedrohen werden und keine Ahnung was alles!" Ich bekam Tränen in die Augen, nicht weil ich traurig war, nein, ich hatte Wut und hass in mir und musste es einfach raus lassen. Ich ging im Zimmer auf und ab.
"Man Michi! Du kannst voll nerven weißt du das eigentlich?"
"Tom! Wie kannst du jetzt noch so Ruhig sein?" Tom saß gechillt aufm Bett uns zündete sich eine Zigarette an. Ich ging hin und nahm mir auch eine, genau wie Bill. Ich zog den Rauch so tief es ging in die Lunge.
"Man, das brauchte ich jetzt!"
"Also, wir müssen einfach abwarten bis wir zurück in Deutschland sind, oder bis wir von Freunden was hören."
"Scheiße! Was machen wir denn wenn die wirklich wissen wer ich und Sabrina sind?" Bill drückte seine und meine Zigarette aus. Er legte einen Arm um mich und Küsste mich.
"Was sollen wir denn machen? Du kommst einfach mit uns mit und Fertig. Wir passen schon auf dich auf!"
"Also ich mach mich dann mal. Ihr könnt ja hier machen was ihr wollte." Tom schmiss die Tür so laut zu das die Wände wackelten. Ich sah auf die Tür und Bill fing an mich am Hals zu Küssen.
"BILL!" Erschrocken fuhr er hoch und sah mich mit großen Augen an.
"Was?"
"Bill, wie kannst du jetzt an Sex denken?"
"Naja, ich bin nun mal ein Mann und naja, ich gebs zu im Moment bin ich echt verdammt Schwanz gesteuert. Und naja du bist halt meine Freundin und find dich verdammt noch mal heiß!"
„ Danke fürs Kompliment, aber ich bin jetzt echt nicht in der Stimmung, auch nur an Sex überhaupt zu denken!" Bill legte sich quer übers Bett und sah zur Decke.
"Dann halt net." Ich legte mich neben ihn, er nahm mich in den Arm und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.
"Das wird schon."
"Hoffentlich!" Ich schloss meine Augen und schlief ein. Es war aber kein guter Traum den ich hatte. Der Tag an dem Bill angeschossen wurde, der Tag an dem ich erfahren habe das ich adoptiert war und dann alles schlimme was je in meinem Leben passiert ist Träumte ich nur in zwei Stunden. Schweiß gebadet wachte ich auf. Bill war weg. Ich wusste jetzt nicht mal ob ich überhaupt weggehen durfte. Ich nahm mir ein paar frische Sache und verzog mich mit meinem Handy ins Bad. Ich lies mir eine Wanne ein und rief Flo an. Mein besten Freund, naja eigentlich hatte ich drei Flo, Timo und Tom. Ich wählte seine Nummer. Nach nicht mal drei Tuten ging er ran.
"Hey Michi! Na wie geht’s? Wie is es auf Miami?"
"Hey. Jor also mit geht’s gut und es ist echt der Hammer hier. Das kann man gar nicht beschreiben das muss man einfach sehen. Aber hab schon ganz viele Fotos gemacht."
„ Cool. Ich beneide dich richtig, ich muss dieses Jahr wieder nach Marokko."
„ Naja so schlecht is es da ja bestimmt auch nicht. Aber ich ruf aus nem bestimmten Grund an und zwar wenn irgendwo Bilder von Tokio Hotel am Strand auftauchen, schick mir die bitte!"
„ Ähm ja kann ich machen, aber wieso denn? Du bist doch Live dabei!"
„ Ja, nur die Sache ist die, wir wissen nicht ob Sabrina und ich auch Fotografiert worden sind." Plötzlich flog die Badtür auf und Bill setzte sich neben mich auf die Badewanne. Er gab mir ein Kuss.
"Wer ist denn Sabrina?"
„ Die Freundin von Gustav. Also tust du mir den gefallen?"
„ Na klar, für dich mach ich doch alles!"
„ Danke, bist echt en Schatz. Wir sehen uns. Hab dich lieb"
"Jo ich dich auch bis dann." Wir legten auf und Bill sah mich fragend an.
"Flo, ich hab ihn gebeten mir alle Sachen zu schicken, wenn ihr bzw. wir am Strand sind."
"Mach dir keine Sorgen. Das wird schon alles wieder und außerdem sind wir ja da um euch zu beschützen!" Ich zog Bill mit samt seinen Klamotten zu mir in die Wanne.
"Hey, das ist aber nicht nett!"
„ Egal. Also ihr wollt uns beschützen. Auch wenn du siehst das jemand auf mich schießt, würdest du dich dann vor die Kugel schmeißen?"
"Nöö. Also so weit würde ich für dich nicht gehen!" Ich zwickte Bill in die Seite.
"Na, da hab ich ja ein netten Freund!"
„ Also ich hab mich doch schon mal für dich anschießen lassen!"
"Bill, da hätte die Kugel aber für mich bestimmt sein sollen und das war sie nicht! Naja is ja jetzt auch egal, wir wollen einfach mal das beste hoffen." Ich kuschelte mich an seinen Oberkörper und er legte seinen Arm um mich.
"Natürlich würde ich mich für dich vor eine Kugel schmeißen!"
"Ich mich auch für dich!" Den Rest des Tages verbrachten wir mit den anderen im Hotel.
"Heute ist der letzte Tag. Ich will noch gar nicht Heim!" Beschwerte ich mich und packte meine Sachen zusammen, bis auf das was ich Morgen noch brauche.
"Tja, mir geht’s auch so, aber alles hat mal ein ende." Ich setzte mich aufs Bett und verschränkte die Arme vor der Brust. Bill schaltete das Radio ein, Mary J. Blidge mit be without you. Ich liebte dieses Lied. Er setzte sich neben mich und ich legte meinen Kopf auf seine Beine.
"Wie machen wir das denn jetzt, also kommst du mit uns oder gehst du Schule?" Ich überlegte. Ich hatte mir die ganzen Ferien keine Gedanken darüber gemacht. Schule konnte ich ja auch nächstes Jahr weiter machen und Bill, ja ohne ihn wollte ich nicht sein.
"Ich weiß nicht, wenn ich mit euch komme, dann muss ich auch irgendwas arbeiten oder so und........."
"Ja ich weiß, das hab ich schon mit David besprochen. Er war zwar nicht so begeistert, aber er hat gemeint er könnte da was machen das dass alles klappt. Nur du müsstest mir das halt langsam mal sagen!" Er sah mich hoffnungsvoll an.
"Okay, ich komm mit dir!" Auf Bills Gesicht breitete sich ein Lächeln aus das ich noch nie gesehen hatte. Es war so voller freunde, glück, Erleichterung und einfach nur zum anstecken. Ich musste ebenfalls lachen und Bill fing an mich zu kitzeln. Nach 10 Minuten bekam ich keine Luft mehr und er lies endlich von mir ab.
"Wir müssen langsam runter, die anderen warten bestimmt schon!" Ich stand auf und schnappte mir einen Pinken Rock, ein weißes Oberteil und weiße Stilettos. Umgezogen kam ich nach 5 Minuten raus und wir gingen runter zu den anderen.
"Wo isen Tom?"
"Naja, noch nicht da!" Georg verdrehte etwas genervt die Augen. Wir laberten noch 20 Minuten und Tom kam immer noch nicht.
"Also, ich geh jetzt mal hoch zu Tom!" sagte ich und wollte gerade gehen als Bill mich zurück hielt.
"Soll ich mit kommen?"
"Nein, schon okay. So groß bin ich schon das ich das alleine schaffe!" Ich gab Bill einen Kuss und verschwand. Ich klopfte und ein ziemlich verstruppelter Tom stand vor mir.
"Was´en los?"
„ Tom, wir waren vor 20 Minuten verabredet!" Ich drückte ihn ins Zimmer und zurück ins Bad. Ich nahm mir seine Zahnbürste, machte Zahnpasta drauf und hielt sie Tom hin. Er sah mich mit seinem Dackelblick an und öffnete den Mund. Ich musste grinsen und steckte ihm die Bürste in den Mund und putzte ihm die Zähne.
"Man, das is echt krass du bist älter und ich muss dir die Zähne putzten. Kannst du mir sagen warum ich das überhaupt mache?" Tom nickte.
"Und warum?!" Er schob meine Hand zurück.
"Weil du mich lieb hast und weil ich zu müde bin!" Er spülte sich den Mund aus und ging zurück ins Schlafzimmer wo er sich umzog. Interessiert setzte ich mich aufs Bett und sah ihm dabei zu. Er drehte sich um und kam auf mich zu. Er drückte mich aufs Bett und legte sich auf mich.
"Was´en so interessant wenn ich mich umziehe?!"
"Naja, ich finde dich halt sexy. Aber psst."
„ Schon klar, ich will ja nicht der Grund dafür sein das ihr euch trennt." Er küsste mich und zog sich fertig an. Hand in Hand gingen wir runter zu den anderen.
"Man Tom, was hasten so lange gebraucht?" Wurden wir von Georg begrüßt. Ich setzte mich auf Tom´s Schoß und Bill warf mir einen etwas verwunderten Blick zu.
"Tja, Bruderherz. Siehste ma, ich kann sogar deine Freundin haben!" Bill streckte ihm die Zunge raus und wir machten uns auf den Weg Stadtmitte um ein bissi zu Bummeln und noch was essen zu gehen. Ich lief den ganzen Tag untergehackt bei Tom und Händchen haltend mit Bill durch die Stadt. Die Leute sahen uns zwar ein bissi komisch an doch das war uns egal. Als wir am Abend Heim kamen schmissen wir uns erschöpft aufs Bett.
"Warum hast du denn heut so an Tom geklebt?" Ich sah etwas verwundert zu Bill.
"Ähm, keine Ahnung, ich brauchte das einfach mal!" Bill sah mich skeptisch an.
"Achso, aber da läuft nix?"
„ Bill, nein. Da läuft nur Freundschaft zwischen uns!" Er nickte und zog mich auf ihn. Wir schliefen ein und am nächsten Tag war es pure Hektik. Aufstehen, sofort zum Flughafen, einchecken und dann endlich im Flugzeug. Tom saß am Fenster da er Flugangst hat und sonst völlig durch drehen würde. Nach dem wir gestartet sind, haben wir uns alles wieder schlafen gelegt. Als wir in Frankfurt ankamen, liefen Sabrina und ich abseits von den Jungs, weil überall Paparazzi waren und lauter Fans. Flo und Timo holten mich von Flughafen ab.
"Timo! Schatzie!" Ich rannte in seine Arme und lies ihn nicht mehr los. Flo räusperte sich und nun fiel ich auch ihm und den Hals. Der Van von den Jungs stand genau hinter dem Auto von den Eltern von Flo. Bill warf mir einen wütenden Blick zu, was ich aber nicht mitbekam. Wir wollten uns bei mir zu Hause treffen, da ich noch meine Sachen holen musste.
"Timo, Flo? Ich muss euch was sagen." Die beiden sahen mich unsicher an.
"Was denn?"
„ Naja, ich werde mit den Jungs auf Tour gehen. Erst mal für ein Jahr, aber ich kann euch jeder Zeit besuchen kommen, was ich auch machen werde, weil meine ganzen Freunde ja schließlich hier sind." Wir fuhren gerade runter von der Autobahn als wir den Van von den Jungs wieder überholten.
"Ach Michi! Bevor ich´s vergesse......." er kramte in seinem Rucksack und zog die Bild raus.

"Haben die Tokio-Boys Bill und Gustav Freundinnen?

Allen Anschein nach, ja. Wie diese Bilder beweisen. Bill sagte ja immer das er auf feste Sahen steht, wie groß ist also die Wahrscheinlichkeit das dass ein Urlaubs- flirt ist? So gut wie gar nicht. Bei Gustav sieht es auch nicht besser aus................."

Ich lies die Zeitung sinken und schaute mir die Bilder an.
"Na, wenigstens kann man dein Gesicht nicht sehen!" Probierte Timo mich aufzuheitern. Ich nickte.
"Is ja gerade noch mal schief gegangen.


Kapitel 30

Vor dem Haus warteten wir auf die Jungs. Tom, Gustav, Georg, Sabrina schüttelten sie Timo und Flo fröhlich die Hand. Bill jedoch ging eher skeptisch an die beiden ran. Alles zusammen gingen wir rein und setzte uns zusammen ins Wohnzimmer, da meine Tante alles wissen wollte. Wir redeten alle durcheinander. Als wir es dann geschafft hatten und sie was verstanden hatte verabschiedeten wir und von Timo und Flo. Tom und Bill schliefen bei mir und Gustav, Georg und Sabrina im Gästezimmer.
"Also, morgen geht’s zurück nach Hause und was is jetzt mit dir? Kommst du mit uns?!"
"Was? Hat dir Bill das noch gar nicht erzählt?! Also ich werde das nächste Jahr mit euch unterwegs sein!" Tom musste anfangen zu grinsen und ich wusste sofort was er dachte. Wir umarmten uns und machten uns fertig und gingen schlafen.
"Morgen geht’s endlich mal wieder zurück nach Hause!"
"Freut ihr euch?"
"Aber natürlich. Wir waren jetzt schon 2 Monate wieder weg von zu Hause!" Bill war bereits eingeschlafen und Tom und ich redeten noch fast zwei Stunden bis auch wir schlafen konnten und wollten.
Ich war natürlich die erste die wach war. Ich fing an ein paar Sachen zusammen zu packen. Unter anderem Klamotten, Geld, DVD´s, CDs und meine ganzen Fotos. Nach knapp ner Stunde war ich fertig und ging runter ins Wohnzimmer. Auf dem Tisch lag noch die Bild, mit den Fotos vom Urlaub. Ich sah mich um und mir wurde flau im Magen. Sollte ich das wirklich verlassen? Ich hatte mir hier ein neues Leben aufgebaut mit dem ich zufrieden war. Aber ich mein, ich konnte jeder Zeit zurück wenn ich wollte. Ich ging an den Computer und in MSN. 3 Leute on. Ich sah auf die Uhr 10 Uhr am Montag. Jenny, Bea und dann noch son Typ.

hi meine zwei süßen! bin wieder ausm Urlaub da!!!! (michi)
Hey, na wie wars, wir haben dich vermisst (bea)
Jor, du musst uns alles genau erzählen wenn wir uns wieder sehen (Jenny)

Scheiße wie sollte ich ihnen denn sagen das wir uns wahrscheinlich das nächste Jahr nicht sehen werden?!

Also, da gibts was, was ich mit euch bereden muss. Und zwar ich werde für ein Jahr zurück nach Magdeburg gehen und vielleicht für immer dann da bleiben.
Wieso?
Ja, wieso jetzt aufeinmal? Hast du dich wieder mit deinen Eltern vertragen?
Nein, also ich kann euch das nicht erklären, es ist einfach so.
Aber wir sind doch b.f. warum kannst du uns das denn nicht sagen?
Eben ich mein Freunde erzählen sich doch alles!!!! Das hast du selbst gesagt!!
Leute es tut mir leid, ich kann euch das nicht sagen, bitte seit nicht sauer!
Wann fährst du??
heute in 3Stunden.
Was??? Dann können wir uns ja gar nicht mehr sehen!!!
Es tut mir ja auch leid nur das war jetzt kurzfristig. ich hab das erst vor drei tagen oda so entschieden. Ich muss off sehen uns bestimmt wieder. hegggggggggggggggggggggggdl Michi.
ida meld dich okay ;-) vermiss dich jetzt scho
okay süzze, ich find zwar scheiße das dir hier so zu sagen, aber ich werde dich vermissen und hab dich gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz doll lieb. pass auf dich auf.
jor mach ich. Grüßt die anderen von mir. Und es gibt ja noch msn. also kann der Kontakt gar nicht abbrechen. cucu

Ich ging off und mir wurde klar dass ich das alles vermissen werde, meine Freunde und die ganze scheiße die wir zusammen gebaut haben.
"Hey, was is los?" Ich drehte mich um und sah Gustav im Türrahmen stehen. Ich zwang mir ein lächeln auf und setzte mich auf die Couche. Er setzte sich neben mich.
"Also erzähl."
"Also, ich hab eben mit zwei Freundinnen von mir gechattet und nun ja, mir wird das alles fehlen. Ich vermisse das alles jetzt schon!" Gustav warf mir einen mitleidigen Blick zu.
"Naja, aber sieh das ganze doch mal positiv. Jetzt kannst du den ganzen Tag mit Bill verbringen!"
"Jah schon. Aber das stimmt auch nicht ganz. Ihr habt Auftritte und Interviews und so was alles."
"Och komm, du weißt wie das gemeint war!" Ich musste lächeln.
"Ja, natürlich weiß ich das. Aber ich werde das auf jeden fall vermissen, einfach mal mit Freunden irgendwo draußen liegen und die Sonnen genießen oder einfach in ein Café zu gehen!"
"Ja, bestimmt. Aber wenns richtige Freunde sind dann wird das halten!"
"Also, ich geh mich jetzt fertig machen, sonst gibts nur noch mehr stau im Bad." Gustav verließ das Wohnzimmer und ich schleppte mich langsam wieder die Treppen hoch. Bill lag auf dem Bett und starrte die Decke an. Ich setzte mich auf ihn und schenkte ihm ein lächeln und Küsste ihn.
"Ich freu mich dass du mitkommst!"
"Ich mich auch. Wenn wir dann zurück in Magdeburg sind, wie lange bleiben wir denn?"
"Noch drei Tage und dann gehst weiter nach Hamburg um ein paar Songs auf zunehmen."
"Fürs neue Album?"
"Jo." Ich legte mich in seinem Arm und schlief noch einmal kurz ein. Eine halbe Stunde später wurde ich von etwas kaltem geweckt. ich schlug die Augen auf und alles war schwarz.
"Man, ihr nervt. Ich will schlafen!" Ich riss den Lappen runter und knallte ihn Georg mitten ins Gesicht.
"Ey, das war ich nicht. Tom wars!"
"Mir ist es egal wer´s war. Ich will weiter schlafen." Georg schmiss sich neben mich.
"Tja, da musst du wohl oder übel im Bus weiter schlafen. Du musst dich jetzt nämlich noch fertig machen!"
"Wo is Bill?"
"Im Bad. kennst ihn ja, er braucht halt seine zwei Stunden morgens im Bad." Ich konnte mir ein lächeln nicht verkneifen.
"Man Georg! Nur weil er sich pflegt musst du ihn ja nicht immer ärgern oder?"
"Hmm, doch schon. Macht nämlich spaß!" Ich setzte mich hin und sah zur Couche wo Tom immer noch schlief.
"Sag mal, hat Tom mir nicht den Lappen ins Gesicht geschlagen?"
"Ähm, also eigentlich, ja natürlich. Er tut doch nur so als ob er schläft! Warte ich Beweises dir!" Er stieg ausm Bett und kitzelte Tom bis der ausm Bett gefallen war. Ich hielt kurz die Luft an, da es einen ganz schönen Schlag getan hatte als er vom Bett geflogen ist. Als er dann wieder auftauchte und etwas Unverständliches vor sich her prappelte musste ich einfach lauthals anfangen los zu lachen. Tom warf mir einen vernichtenden Blick zu. Kleinlaut zog ich die Decke bis zum Kinn.
"Man Georg geh jemand anders nerven! Und lass uns in Ruhe!"
"Ey, du wirst genau so ne Zicke wie Bill!"
"Und du genauso ein Frühaufsteher wie Gustav!" Georg zog beleidigt ab und ich kroch zu Tom unter die Decke. Er legte einen Arm um mich und ich kuschelte mich näher an ihn.
"Tom?"
"Hmm!?"
"Meinst du Bill wird nicht eifersüchtig?"
"Nöö, warum sollte er denn? Gibts einen Grund?"
"Nein, also von meiner Sicht aus nicht, aber Stell dir mal vor du wärst an Bills Stelle. Würdest du nicht auch eifersüchtig werden wenn deine Freundin aufeinmal so viel mit Bill macht?"
"Nöö, wenn die beiden beste Freunde wären nicht. Warum sollte ich auch. Bill ist mein Zwillingsbruder und er würde mich nie absichtlich verletzten und ich würde ihn auch nie absichtlich verletzten und das wissen wir beide!"
"Und außerdem, liebe ich meine Freundin und habe Vertrauen zu ihr das sie mir treu ist!" Ich drehte mich um und sah in Bills strahlendes Gesicht.
"Wie lange stehst du da schon?"
"Lang genug um mit zu bekommen, dass ich euch Vertrauen kann und das Tom mir nie weh tun würde!" Wir grinsten alle drei und Bill zog mich hoch und schleppte mich ins Bad. Wir machten uns fertig und nach einem Tränen reichen Abschied fuhren wir los in Richtung Magdeburg.

Kapitel 31

Als wir in Magdeburg ankamen, wurde ich sanft von Bill mit einem Atemberaubenten Kuss geweckt. Vorsichtig schlug ich die Augen auf und sah in Bills braun gebranntes Gesicht.
"Wir sind da!" Ich schaute mich um und sah kein Haus, nein, es war so eine Art Apartment. So wie man das aus den Filmen aus Amerika kannte, wo die superreichen wohnen. Ich hatte total vergessen dass sie gar nicht mehr in Loitsche wohnten. Ich stieg aus und war jetzt schon beeindruckt.
"Sieht krass aus oder?!" riss Tom mich aus meinen Gedanken.
"Ja, also wenn´s schon von außen so aussieht, dann, wow!"
"Warte erst mal bis du drin bist!" Chris, der Fahrer, hals uns unsere Kofferhoch zutragen.
"Man Bill! Wozu brauchst du so viele Koffer?"
"Ach halt die Klappe Tom! Du hast fast genauso viel Koffer wie ich!" Simone stand bereits oben und wartete aufgeregt auf ihre Jungs.
"Tom. Bill!!!" Tom und Bill ließen ihre Koffer fallen und vielen ihrer Mutter um den Hals. Nach 10 Minuten Dauer Umarmung lösten sie sich und man sah das Simone geweint hatte. Bill gab mir einen Kuss und Simone sah mich prüfend an.
"Michi?" Man merkte dass sie sich nicht sicher war ob ich es wirklich war. Ich nickte nur stumm und sah auf den Boden. Sie nahm mich ebenfalls in den Arm und gab mir ein Küsschen auf die Wange.
"Schön dich wieder zu sehen!" Wir schleppten die Koffer in die Zimmer. Chris verabschiedete sich und wir setzten uns zu Gordon und Simone ins Wohnzimmer und erzählten vom Urlaub.
"Was? Vergewaltigt?"
"Nein, nur fast. Bill kam gerade noch rechtzeitig und hat sich mit dem Typen geprügelt!" Auf Simones Gesicht bildete sich einen Ausdruck vom Angst und Stolz.
"Bill, das war wirklich mutig von dir! Ich bin stolz auf dich!" Simone drückte ihm einen Kuss auf die Wange."
"Ja, ja. Unser Billie der Superheld!"
"Bist ja nur neidisch!"
"Nöö, worauf denn? Außerdem hätte ich mich auch für meine Freundin geschlagen. Aber der unterschied zwischen uns beiden ist, das ich danach nicht so komisch geworden wäre, ich hätte mich schön Feiern lassen und ich hätte nicht jeden scheiße angemacht der mir helfen wollte!" Tom streckte Bill die Zunge raus, dem dann auch sofort die röte ins Gesicht stieg.
"Naja, ist ja jetzt auch egal! Wer hat Hunger? Es gibt Pizza!" Noch bevor Simone den Satz ausgesprochen hatte, waren die Jungs schon auf den Weg in die Küche.
"Maaaaaaaammmmmaaaaaaaaaa! Hunger!!!!"
"Die zwei werden sich wohl nie ändern!" Wir gingen zu den Jungs, die schon wie gebannt auf den Ofen starrten. Ich setzte mich neben Bill und begutachtete die Küche. Die ganze Wohnung, was ich bis jetzt gesehen hatte, war echt der Hammer. Alles so groß, noch größer als im Haus, zwei Stockwerke, alles in warmen und hellen Farben eingerichtet. Wenn man rein kam stand man in einem großem Flur rechts ging’s zum Bad, gerade aus ins Wohnzimmer und links dann in die Küche. Der Flur war in weiß gehalten und mit lauter Gemälden und Bilder von Bill, Tom, Simone, Gordon und sogar ein Bild, das ich auch hatte, von Sabs, Tom, Bill und mir behängt. Die ganze Decke war mit Spiegeln übersäht. Wenn man ins Bad rein kam war links gleich die Wand. Die Wand war eine Spiegel Wand. Rechts neben der Tür stand dann das Waschbecken. Neben dem Wachsbecken eine Dusche. In der rechten hinteren Ecke stand eine Eck-Badewanne, dann die Fenster und in der Linken Ecke war die Toilette. Daneben stand wieder ein Waschbecken. Das geilste an dem Bad war der Whirlpool neben dem Waschbecken. Das Bad war in Hellblau gestrichen, mit Schwammtechnick. Wenn man in das Wohnzimmer rein kam, war gegenüber von der Tür so etwas wie ein Podest, wo die Wendeltreppe stand. Der ganze Raum war in Rot und Orange eingerichtet, genau wie mein Zimmer in Frankfurt. Die linke Wand zierte ein riesen Flachbildschirm der an der Wand hing. Da runter stand eine rießen Anlage. Im ganzen Raum hingen abwechselnd Bilder die die Jungs selbst gemalt hatten und wieder Familienfotos. Außerdem hingen hier und dort mal ein paar Regale, die mit Bücher, Zeitschriften und sonstigem bestückt waren. Vom Wohnzimmer aus konnte man auf die rießen Terrasse gelangen. Links neben der Tür stand der Schreibtisch mit Computer und allem drum und dran. An der rechte Wand ein Sofa, das fast die ganze Wand groß war und sau mäßig gemütlich. Vor dem Sofa stand ein Wohnzimmertisch. Die Küche war nicht weniger Stil voll eingerichtet. Alles schön in Silber. Die Küche war für jede Hausfrau ein Traum, also auch für mich aber ich kann nicht kochen. Am besten an der Küche fand ich den Amerikanischen Kühlschrank. Ihr wisst schon, den wo man von außen Eiswürfel bekommt.
"Hmm, riecht echt gut Simone!" Simone lächelte mich an und Stellte die erste Pizza in die Mitte des Tisches, es waren noch drei im Ofen. Kaum hatte sie den Teller abgestellt, war sie auch schon fast weg.
"Ey, schon mal was gehört von Ladies First?" fragte ich die beiden lachend.
"Hmm. Nö. Net Wirklich!" Tom spuckte mir seine Pizza entgegen und Bill lud sich noch mehr auf seinen Teller. Nachdem essen gingen wir in Tom´s Zimmer und machten es uns gemütlich. Tom Zimmer trug richtig seine Handschrift. An einer seiner Zimmerwände hatte er "SAMMY DELUXE" gesprayt und Richtig geil verziert und an den restlichen Wänden waren überall Poster von halb nackten Frauen. Sein Bett war glaub ich für fünf Personen, so groß war es und sein Schreibtisch mit Computer war aufgeräumt, aber auch nur weil er noch nie dran gesessen hat. Ich legte mich zwischen die beiden die erst mal ihre Hosen öffneten.
"Man, ich bin so satt!" Sagte Tom und lies einen zufriedenen Seufzer hören.
"Jor man ich auch!" Ich sah abwechselnd zu Bills und dann wieder auf Tom´s Bauch. Ich hatte die beiden noch nie so dick gesehen.
"Ihr seid jetzt voll dick wisst ihr das eigentlich?!" Tom sah auf seinen Bauch und dann auf den von Bill.
"Naja, mir kann’s ja egal sein. Bei mir kann man´s nicht so schnelle sehn wie bei Bill, der immer so Hautenge Klamotten an hat!" Bill schnitt eine Grimasse und schlug ihn voll ins Gesicht. Dabei traf sein Arm mein Gesicht und man hörte nur noch
"Au!" Die beiden sahen mich, mit angehaltenem Atem an. Ich merkte wie das Blut aus meiner Nase lief.
"Scheiße. Fuck. Ahh, verdammt!" Ich merkte wie die zwei aufgeregte Blicke tauschten. Ich hielt meine Nase und stand auf. Ich wollte gerade ins Bad gehen, als meine Beine nachgaben und ich zurück fiel und Bill mich gerade noch auffing bevor ich auf dem Boden landete.
"Mama!" Tom stolperte aus dem Bett. Es tat einen rießen Schlag.
"Au. Manchmal sind die Hosen echt fürn Arsch!" Tom rannte runter um Simone zu holen.
"Schatz, das tut.......tut mir Leid, ehrlich. Das wollte ich nicht. Scheiße. TOM! Wir fahren sofort ins Krankenhaus. Es tut..." ich legte meine Finger auf Bills Lippen.
"BILL! KOMM RUNTER! WIR FAHREN INS KRANKENHAUS!" Bill nahm mich auf den Arm und trug mich runter ins Auto. Tom gab mir ein Handtuch.
"Schneller Mum. Schneller!" Hörte man die zwei immer kreischen. Als wir am Krankenhaus angekommen waren, war bereits mein T-Shirt voll geblutet. Ich stieg aus und ging sofort in die Notaufnahme. Die Schwester sah Bill etwas Merkwürdig an. Bill sah mich etwas verwundert an. Ich zuckte mit nur mit den Schultern da ich auch nicht wusste was sie meinte. Plötzlich fing Tom lauthals an zu lachen.
"Ey alter. Das geht als Sexuelle Belästigung durch!" Tom zeigte auf Bills Hose. Auch ich konnte mir ein Lacher nicht verkneifen. Bill stand immer noch mit offener Hose da. Ihm schoss sofort die Röte ins Gesicht und schloss seine Hose. Beleidigt verschränkte er die Arme vor der Brust. Ich gab ihm einen Kuss und es kam auch schon ein Arzt. Die Jungs und Simone wurden raus geschickt. Ich wachte wieder auf und war nicht mehr im OP. Ich war bereits im Zimmer von Bill. Er saß auf dem Boden, sein Kopf auf seinem Arm liegend und mir die Hand haltend. Anscheinend schlief er, denn er hatte die Augen geschlossen und Atmete gleichmäßig. Ich fasste mir an die Nase.
"Scheiße!" Fluchte ich leise vor mich hin, anscheinend zu laut, denn Bill schlug die Augen auf und Blinzelte mich an. Er grinste mich an.
"Hey süße!" Ich schaute ihn ungläubig an.
"Bitte was?!" Ich schielte auf meine Nase, was eigentlich überflüssig war, weil der verbannt oder was auch immer so groß war das man ihn auch schon fast sehen konnte wenn man gerade aus guckte. Er küsste mich.
"Ich find dich trotzdem sexy!" Ich rutschte etwas weiter nach hinten und zog ihn zu mir ins Bett. Ich kuschelte mich an ihn.
"Wieso hast du aufm Boden gepennt?"
"Hatte Angst dir weh zu tun!"
"Bill. Meine Nase ist....." Ja was war sie denn jetzt? Gebrochen?
"Gebrochen. Du musst 5 Wochen das Pflaster tragen!" WAS?! 5 WOCHEN!
"Oh mein Gott! So kann ich dich nicht raus gehen!"
"Naja, wer sagt denn das du raus gehen musst?!" Grinste er mich an. Wir schliefen um knapp 3 Uhr ein. Es war eine so schlechte Nacht wie schon lange nicht mehr. Ich hatte Alpträume, so schlimme wie schon lange nicht mehr. Es war derselbe den jede Nacht hatte, seit dem ich aus Magdeburg weggezogen bin. Ich schlug die Augen auf und saß Kerzengerade im Bett. Ich war verschwitzt und mein Atem schwer. Ich sah zu Bill der Seelenruhig schlief. ´Michi ganz ruhig. Es ist nur ein Traum! Es wird nie soweit kommen. Nein wieso auch, er ist glücklich. Morgen geht’s das erste Mal Weißrussland und geben ihr erstes Konzert in zwei Tagen. Also bis dahin kann nix passieren. Was denk ich denn für ein scheiß? Es wird überhaupt nix passieren! ´ Ich sah auf die Uhr 5.30 Uhr. Durch das Fenster strahlten die ersten Sonnenstrahlen. Ich sah mich in seinem Zimmer um. Green Day und Nena Poster. Sein Zimmer war unordentlich aber dennoch einladend und gemütlich, genau wie bei Tom. Die zwei hatten eine Art, das alles was sie machten gelang und perfekt wurde. Oder wie auch hier, dass es einfach gemütlich war bei ihnen oder im Raum zu sein. Ich kuschelte mich wieder an Bill, der sein Arm um mich legte und ein kurzes schnaufen hören lies. Tom und ich waren wie immer schneller fertig und saßen deshalb schon in der Küche und schmierten uns ein Brot zum Frühstück und dann noch ein paar für den Weg zum Flughafen und von dort aus zum Hotel. Tom grinste mich die ganze zeit blöd an, was mich total abfuckte.
"Man! Noch nie jemand gesehen der ein Pflaster auf der Nase hat?" Giftete ich ihn an. Tom sagte in seinem gewohnt gechilltem Ton.
"Also, wenn ich ehrlich sein soll..." er überlegte kurz und grinste dann weiter "....eigentlich nicht, nein. Is schon cool das ich das dass erste Mal bei einem Mädel sehe! Jetzt kannst du angeben und sagen dass du dich geschlagen hast!"
"Na ganz toll. Das passt dann alles voll geil zusammen. Wenn man mich sieht, mit dem komischen Ding in der Fresse und wenn ich dann gefragt werde wo ich her komme und ich dann Frankfurt sage passt das dann alles voll geil zusammen!" Tom biss in sein Brot.
"Waum, pascht dasch dann?!"
"Frankfurt, die Asso Stadt überhaupt und ich dann noch ne Gebrochene Nase. Was sollen die denn von mir denken?"
"Naja wie wär’s mit, das du eine Mädel aus der Großstadt bist und ne gebrochene Nase hast?"
"TOM! WO IS MEIN KAJAL?"
"WOHER SOLL ICH DAS WISSEN????? ICH BIN NICHT DIE SCHWUCHTEL VON UNS!!!!"
"MAN!! TOM!!! SONST HAST DU AUCH IMMER MEINE SACHEN!!!“ Man hörte gepolter und einen noch nicht ganz perfekt gestylten Bill. Er war wirklich sauer.
"Nimm doch einfach meinen. Der muss noch im Bad liegen!" Bill funkelte mich böse an.
"Hab ich schon. Aber ich such trotzdem MEINEN Kajal!!"
"Achso, einfach mal Selbstbedienung. Was wäre wenn ich das nicht gewollt hätte?" Bill warf mir einen vernichtenden Blick zu.
"Is gut. Ich sag am besten jetzt nix mehr." Ich rutschte tiefer in den Stuhl und schmierte auch noch ein paar Brote für Bill.
"TOM! Wo hast du den hin?" Tom war sichtlich gelangweilt.
"Bill, wenn du noch einmal fragst wo dein beschissener Kajal ist, dann lauft ihr bald im Partner Look rum!"
"Ey, ich steh aber nicht so auf Partner Look." Bill stampfte die Treppe wieder hoch und kurze Zeit später klingelte es schon an der Haustür. Georg zog mich und Bill immer damit auf, von wegen was für ein Sexleben wir hätten. Tom versuchte nicht mal die Sache klar zustellen das er dabei war. Bei dem Start krallte sich Tom in meine Hand. Er hatte total krasse Flugangst. Nach 10 Minuten ruhigem Flug fragte ich dann Tom mit schmerz verzehrtem Gesicht.
"Duh, Schatzie?? Kannst du vielleicht mal meine Hand los lassen? Weil langsam tun deine Fingernägel weh, auch wenn du kaum welche hast!" Er blickte auf meine Hand und grinste.
"Sorry!" Tom nahm seine Hand von meiner. Tom hatte so schöne Hände, ich liebte sie. Wenn ich´s mir recht überlege, gab es nix an Tom was ich nicht liebte oder schön fand. Wenn er nicht so ein Arsch in Sachen Frauen wäre, hätte ich mich damals wahrscheinlich in Tom und nicht in Bill verliebt. Ich sah zu Bill, der Musik hörte und die Augen geschlossen hatte. Das anschnallzeichen erlosch und ich setzte mich auf Bills Schoß. Ich legte sein Arme um meine Hüfte und lehnte mein Kopf gegen seine Schulter. Zum Glück hatten die Jungs ein Privatjet zur Verfügung gestellte bekommen. Bill schlug die Augen auf und lächelte mich mit einem bezaubertem lächeln an. Ich spielte Bill in seinen Haaren und drehte seine weiße oder silbernen Strähnen um meine Finger. Ich drückte ihm einen Kuss auf den Mund, der so voller Gefühl war, wie noch nie zuvor.
"Wofür war der denn?"
„ Einfach das du da bist, wir zusammen sind, das du kein Arsch bist und das du nicht Tom bist!“ Bill warf mir einen fragendem Blick zu.
"Muss ich das jetzt verstehen?" Ich schüttelte den Kopf.
"Nein. Musst du nicht!"

Kapitel 32

°°°°°°°°°°°°Bills Sicht°°°°°°°°°°

"Scheiße, scheiße und nochmals SCHEIßE!!" Ich lief die ganze Zeit in der Garderobe auf und ab, Gustav Trommelte mit Tim auf dem Tisch, Georg sah sich den Playboy an und Michi machte ihre Nägel. Ich war so verdammt aufgeregt. In ner halben Stunde war unser erstes Konzert auf Englisch. Für die anderen war es ja nix anderes als sonst auch, aber für mich war es echt Premiere Live auf Englisch zu singen. Plötzlich merkte ich wie mich jemand von hinten umarmte. Ich drehte mich um und sah in Michi´s strahlendes Gesicht. Sie drückte mich an sich und ich entspannte mich ein wenig.
„ Hey, das wird schon! Keine Angst!" Sie zog mich auf die Couch.
"Ey alter! Mach dich ma net verrückt. Wird schon schief gehen!" Versuchte mich Georg aufzuheitern.
"Ja man, is doch genau das selbe, nur halt auf English." Tom kam aus dem Takt und setzte sich neben Georg und warf auch einen Blick in den Playboy. Gelangweilt gab Georg ihn an Tom weiter.
"Ich geh mich noch mal nach Schminken." Ich ging raus aufs Klo. Ich stand vor dem Spiegel und merkte das ich meine Schmink Sachen gar nicht dabei hatte. Ich hörte wie die Tür aufging und ein wirklich hübsches Mädchen rein kam. Sie sah verdammt heiß aus, Blonde gelockte Haare bis zum Rücken, mit ein paar schwarzen Strähnchen, braune Augen die schon fast schwarz waren, ca. 1,70m, kein Gramm Fett und keine einzigste Unreinheit im Gesicht.
„ Ähm, this is...."
"Du kannst ruhig Deutsch sprechen. Ich verstehe dich!" Na zum Glück.
"Das ist doch die Jungen Toilette!" Das Mädchen sah mich Verständnis los an.
"Ja und?" Wie ja und?
"Naja, neben an is die Mädchen Toilette!" Sie kam auf mich zu und streichelte über meine Brust.
„ Is Kaputt. Und außerdem...“ sie ließ ihre Hände weiter runter gleiten und griff mir in den Schritt. Erschrocken wich ich zurück.
"Was soll das?" Ich schrie sie an und war einfach nur perplex. Sie kam wieder auf mich zu und Küsste mich. Ich drückte sie von mir weg doch ohne Erfolg. Mir gefiel der Kuss. ´Scheiße, was mach ich hier? ´ Ich hörte auf mich zu wehren und erwiderte den Kuss. Wieso wusste ich nicht. Ich wurde erst wieder klar als ich die Tür zufallen hörte. Ich schubste sie zurück und fasste mir an die Lippen.
"Scheiße!" Ich rannte aus der Toilette und stolperte über etwas. `Mein Kulturbeutel, scheiße! ´Ich rannte zurück in Garderobe. Außer Atem fragte ich die anderen wo Michi war.
„ Naja, sie wollte dir dein Schminkzeug bringen. Dann kam sie zurück nahm ihr Jacke und weg war sie." meinte Gustav.
"SCHEIßE!!" Tom sah mich skeptisch an.
"Bill, was hast du gemacht?" Ich sah ihn an und mir wurde bewusst dass ich sie gerade verloren hatte. Für sie gab es nix schlimmeres als lügen und betrügen und ich hatte sie betrogen. Plötzlich ging die Tür auf und das Mädel aus dem Klo stand vor mir.
"BILL! BILL! LASS SIE LOS! BILL!!" Georg schmiss mich auf die Couch und Gustav half dem Mädchen wieder auf die Beine. Sie rieb sich am Hals. Gustav, Georg und das Mädel gingen raus und Tom stellte sich vor mich. Ich sah ihn vollre hass an.
„ Bill, was war das eben?!" Tom schrie fast.
„ Keine Ahnung!" Tom´s Gesicht verkrampfte sich.
"Warum hast du sie gewürgt? Was hat sie dir getan?!"
"Was sie mir getan hat?!" Ich stand auf und stellte mich genau vor Tom.
"Sie hat mich geküsst und Michi hat’s gesehen! Das hat sie mir getan!" Ich bekam Tränen in die Augen, die ich versuchte wegzublinzeln. Ohne Erfolg, dafür waren es zu viele. Ich ließ ihnen freien Lauf und lies mich zurück auf die Couch fallen. Tom setzte sich neben mich und legte einen Arm um mich. Ich vergrub mein Gesicht in seiner Schulter. Wir saßen einfach da und niemand sagte etwas. Ich war so froh Tom zu haben, er wusste immer was ich wollte, nicht wollte oder brauchte und umgekehrt genauso. Und im Moment brauchte ich einfach jemand der da war und nix anders machte als mich in den Arm zu nehmen. Langsam beruhigte ich mich wieder und schon kam David rein.
"Also ihr müsst...Bill? Was ist passier?" Tom winkte ihn ab. "Ähm ja, ich wollte sagen das ihr in 10 min. auf die Bühne."
"Hier, deine Schminksachen!" Ich stellte mich vor den Spiegel und Schminkte mich neu.
"Tom?"
"Hmm?"
"Was glaubst du wo sie hin is?" Ich sah ihn über den Spiegel in die Augen. Er setzte sich neben mich auf einen Stuhl und beobachtete mich.
"Keine Ahnung, aber ich denke mal Hotel!"
"Vielleicht, aber was wenn sie nicht da is? Sie is hier das erste Mal, genau wie wir. Sie kennt sich gar nicht aus."
„ Ja schon, aber jetzt können wir auch nix machen. Wir müssen erst Spielen!" Tom sah mich mitleidig an.
"Tom, im Moment is mir das Konzert ma so was von scheiß egal!"
"Ich kann dich verstehen das du sie suchen willst, will ich auch, aber sie ist so vernünftig und wird sich nichts antun oder sonst was. Du kennst sie!" Ja, ich kannte sie, aber ich hatte sie noch nie so verletzt gesehen, also wirklich gesehen hatte ich sie ja nicht aber ich konnte es mir Vorstellen wie sie sich gerade fühlte. Ich wusste nicht was sie machen würde. Tom zog mich in Richtung Bühne und schon fing ich an zu Singen und für kurze Zeit war der Gedanke an sie verschwunden, bis Rette mich dran war. Ich hatte den Song damals für sie geschrieben. Ich sah zu Tom der mir einen aufmunternden Blick zu. Die Jungs fingen an zu spielen und kaum hatten die ersten Worte meinen Mund verlassen war ich den Tränen nah. Erfolgreich konnte ich sie unterdrücken. Nachdem Konzert fuhren wir gleich ins Hotel. Wir rannten in unser Zimmer doch sie war nicht da. Georg kam aus dem Bad.
"Also ihre Sachen sind noch hier!"
"Na toll! Das hilft mir jetzt echt weiter!"
"Ey, wasen des da?!" Gustav deutete auf den kleinen Tisch der neben dem Balkon stand. Tom nahm den Brief in die Hand und las ihn leise durch.
"Verdammt les laut!" Schrie ich ihn an. Tom blickte über den Rand des Blattes und seufzte.
"Also.

Bill, verdammt! Ich liebe dich und du? Du machst aufm Klo mit ner andere rum und ich bin 3m von dir entfernt. Warum tust du mir das an? War das die Rache für das, dass ich damals Tom geküsst habe? Wenn ja, dann ist das echt Arm, ich dachte du hättest mehr Rückrad. Bill, scheiße. Du hast keine Ahnung was du mir damit antust. Was glaubst du wie ich mich fühle? Nein, bestimmt nicht. Ich weiß nicht warum du das gemacht hast, aber der Kuss hat mir bewiesen dass wir nicht zusammen sein sollten. War es eine Lüge? Ich meine die ganzen Vergangen Monate wo wir zusammen waren? Wo du mir immer und immer wieder gesagt hast das du mich liebst? Du hast dich für mich geschlagen! Liebst du mich vielleicht doch? Ich weiß es nicht. Bill, ich liebe dich, egal wie sehr du mir wehgetan hast. DU bist meine große Liebe und DU hast mir das Herz gebrochen. Versuch nicht mich zu finden, es wird zu spät sein.

ICH LIEBE DICH
(und euch anderen auch)

Xxx michi

Es wird zu spät sein? Was hatte das zu bedeuten? Ich ließ mich in einen Sessel fallen und die anderen setzten sich zu mir.
"Was soll das heißen? ´Es wird zu spät sein´?" Ich blickte in die Runde, die anderen sahen auch ratlos aus, aber wir dachten alle dasselbe. Plötzlich klingelte das Telefon. Tom nahm ab.
"Ja. Hmm. Ja. Okay. Danke." Er legte auf und sah auf den Boden.
"Tom? Wer war das?" Er sah vom Boden auf. Er weinte.
"Michi. Sie wurde gefunden. Sie hat sich die Pulsadern aufgeschnitten!" Ich merkte wie mein Herz aussetzte und es schwarz wurde.
Langsam schlug ich die Augen wieder auf und fand mich im Van wieder. Ich sah zu Tom der neben mir hockte.
"Was...?"
"Du bist zusammen geklappt!" Warum? Was war passiert`? Ich sah mich im Van um. Michi.
"Tom was ist mit ihr?" Tom hatte immer noch Tränen in den Augen.
"Intensiv. Sie wird’s wahrscheinlich überleben. Aber es kann auch noch Komplikationen geben und dann...naja.“
"Nein, denk erst gar nicht dran das auszusprechen!" Nun fing auch ich an zu weinen. Sie wollte sich umbringen. Wegen mir. Der Gedanke brach mir das Herz. Dem Menschen den ich über alles liebte wollte sich wegen mir umbringen. Sie hatte in gewisser Hinsicht Recht. Wenn ich sie lieben würde, hätte ich es verhindern sollen, oder erst gar nicht soweit kommen lassen. Tom legte sein Arm um mich und ich sah aus dem Fenster und dachte nach. Als wir am Krankenhaus ankamen dauerte es bis die Frau verstanden hatte wen wir suchten. Wir rannten durch das ganze Haus.
"Scheiße. Warum muss sie soweit hinten liegen?!" Maulte Tom. Ich verstand ihn, aber ich rannte weiter. Ich wollte bei ihr sein.
"Endlich" Wir gingen rein. Da lag sie. Überall Schläuche und immer dieses gepiepe. Sie sah aus dem Fenster und hatte uns noch nicht bemerkt. Ich ging zu ihr und nahm ihre Hand. Langsam drehte sie sich zu mir um. Rote Augen, sie hatte geweint. Sich wand sich aus meiner Hand und sah die anderen an. Sie nahmen sie alle nacheinander in den Arm. Sie würdigte mich keines Blickes. Es schmerzte das sie mich nicht beachtete, die Hand von Tom und Gustav hielt und sie einfach so hilflos zu sehen. Still und heimlich verdrückte ich mich aus dem Zimmer und setzte mich davor. Ich hatte sie wirklich verloren, wahrscheinlich für immer. Wie konnte ich es nur soweit kommen lassen? Ich vergrub mein Kopf in meinen Händen. Nach einiger Zeit kamen Georg und Gustav auch raus und setzten sich neben mich. Ich sah die beiden fragend an.
"Sie wollte alleine mit ihm sein!" Enttäuschung, hass und noch andere Gefühle trafen aufeinander und mir wurde schlecht. Ich rannte aufs Klo. "Warum, warum, warum?" Ich schlug immer und immer wieder gegen die Kabinenwand.

°°°°°°°°°°°°°°°°°Michi´s Sicht°°°°°°°°°°°°°

"Warum? Sag mir warum er mir das antut?" Ich heulte mir die Augen aus. Tom sah mich mitleidig an. Warum, das war die Frage die ich mir heute am häufigsten gestellte habe.
"Ich hab keine Ahnung! Aber er hat das bestimmt nicht mit Absicht gemacht. Er würde dir nie absichtlich wehtun. Und das weißt du! Er liebt dich genau wie du ihn!" Tom legte sich neben mich ins Bett und legte einen Arm um mich.
"Ach, nicht mir Absicht? Tom, er war ganz klar bei Verstand! Ja ich liebe ihn, das weiß ich, aber ob er mich liebt.......weiß ich nicht!"
"Ich weiß nicht warum er das gemacht hat, aber glaub mir ich kenn mein Bruder. Weißt du wie fertig er damals war als du abgehauen bist?" Ich sah ihn mit verheulten Augen an.
"Ja und? Das war damals und das ist schon ein paar Jahre her. Da kann sich viel geändert haben!"
"Nein!!" Tom sagte das mit so bestimmender Stimme, als ob ich mit Bill selbst über seine Gefühle reden würde.
"Wir sind Zwillinge und beste Freunde. Er würde mich nie anlügen und außerdem, können seine Reaktionen nicht lügen?" Jaja beste Freunde. Ich wurde auch schon von so genannten besten Freunden angelogen.
"Was meinst du mit, ´seine Reaktionen lügen nicht´?"
„ Als ich den Brief vorgelesen habe, ist er zusammengebrochen und glaubst du wirklich das, dass passieren würde wenn er dich nicht lieben würde?"
„ Nein, aber warum hat er sie geküsst?!"
"Das musst du ihn selber fragen!"
"Nein. Ich will ihn nie wieder mit ihm reden, geschweige denn ihn sehen!"
"Ich weiß nicht wie es ist so verletzt zu werden, aber eins weiß ich, du weißt genauso gut wie ich das das gelogen ist!"
"Tom! Er war der wichtigste Mensch in meinem Leben und dann...." Meine Tränen gewannen wieder überhand. Wir schwiegen uns eine längere Zeit an.
"Ist!" Unterbrach er die Stille.
"Was?"
„ Er ist der wichtigste Mensch in deinem Leben!" Ich sagte nix. Er hatte Recht. Egal wie sehr er mich verletzt hatte, ich werde ihn immer lieben und er wird immer der wichtigste Mensch im meinem Leben sein, den ich nie wieder sehen kann ohne an die Schmerzen zu denken die er mir angetan hat. Plötzlich ging die Tür auf und Gustav stand im Türrahmen, im Hintergrund sah ich Bill stehen. Wir sahen uns kurz in die Augen.
"Tom? Wir müssen gehen!"
"Okay, komm gleich!" Gustav winkte mir und schloss die Tür wieder.
"Also, wir sehen uns. Und denk genau nach was du jetzt machst." Er küsste mich auf die Stirn und verschwand. Ich packte mein Mp aus und schaltete ihn ein. ´Ich bin nich ich`. Scheiße! Warum mochte ich die Musik von den Jungs. Ich schaltete weiter. Azad und Savas- was hab ich dir angetan.


Ich will nur meinen Liebsten nah sein.......
Und sie sagt das sie mich nicht sehen will und nicht respektiert und ich merkt das es ernst ist merk das sie mich hasst und denk hoffentlich nicht und wenn doch es doch so ist will ich das du weißt meine was auch immer kommt meine Tür ist immer offen für dich.
Baby, was sind das für schmerzen. Die ich nicht kannte, weil du nie weg von mir warst und baby jetzt muss ich merken, die ganze Schande was hab ich dir angetan.
Jetzt fall ich auf die Knie vor Verzweiflung.
Will dir nur meine Liebe geben doch es ist so schwer.

´Einzelne Textstellen würden Richtig in die Situation von Bill passen´. Ich drehte mich auf die Seite und sah aus dem Fenster. Eine einzelne Träne lief mir übers Gesicht. ´Warum? Warum hat er das getan? Ja Tom hatte recht, er war wirklich der wichtigste Mensch in meinem Leben und Tom und warum er? Wann die anderen mich wieder Besuchen kommen? Würden sie überhaupt kommen? ´ Sie hatten eine Kleine Club Tour von 5 Auftritten durchs ganze Land. In dieser Nacht schlief ich nicht gut. Immer wenn ich die Augen schloss sah ich Bill mit IHR.
Ich war jetzt drei Wochen hier und die anderen waren nur zweimal da gewesen, aber Tom rief jeden Tag an. Bill war auch dabei, er verzog sich aber immer in die hinterste Ecke des Zimmers und Blätterte in einer Zeitung. Wir beobachteten uns immer aus den Augenwinkel. Heute wurde ich entlassen und konnte zurück nach Deutschland. Mir graute es davor zu meiner Tante zu gehen, deswegen zog ich zu meiner besten Freundin Sevgi. Ich musste jeden Tag zum Psychodoktor, da ich noch als Selbstmord gefährdet galt. Ich rief mir ein Taxi und schlief den ganzen Weg zurück nach Deutschland.

Kapitel 33

"Bitte stellen sie ihre Rückenlehen in eine Aufrechte Position. Wir befinden uns im Landeanflug auf Frankfurt." Typisch Deutsches Wetter. Grau in Grau.
"Hmm" Ich schnallte mich an und sah weiter aus dem Fenster. `Back in Germany. Na ganz toll´. Jetzt war ich gerade mal 3 Woche aus Frankfurt weg und schon war ich wieder da. Ich hatte mir meine Zukunft irgendwie anders Vorgestellt, seit dem ich wieder mit Bill zusammen war. Naja, das Thema hatte sich glaub ich erledigt. Er hatte nicht mal Versucht mit mir zu reden. Er hatte mir noch nicht mal eine SMS geschrieben. Ich sah immer wieder hoffnungsvoll auf mein Display. Nichts, rein gar nichts. Wenn ich ihn noch nicht mal so viel wert war, na dann danke. Wir setzten auf und die Fluggäste applaudierten. Ich wartete bis alle raus waren bis auch ich aufstand und raus ging. Nach ner halben Stunde kam dann endlich mein Gepäck und ich konnte mich in Richtung meiner neuen- alten Heimat machen. Ich war einerseits froh wieder da zu sein, andererseits war der Grund warum ich wieder hier war nicht mal annähernd schön. Nach 40 Minuten fahrt kam ich dann endlich an. Ich hievte meine Koffer aus dem Kofferraum und wurde auch schon von Sevgi umgerannt.
"Michi!! Ich hab dich vermisst! Was machst du für ein scheiß von wegen Selbstmord?!" Ich sah sie an und musste grinsen, ganz die alte. Nur am reden. Ich bezahlte das Taxi und ging mit rein. Nach einer kurzen Begrüßung verzogen wir uns in ihr Zimmer.
"Also erzähl, warum das alles?!" Ich sah sie an und wusste nicht was ich sagen sollte. Niemand von meinen Freunden wusste von der Beziehung zwischen mit und Bill. Ich entschied mich für die Wahrheit mit ein paar ausnahmen.
"Wegen einem Jungen!" Sie sah mich verwundert an.
"Ich sag’s ja, mit Jungs hat man nur Probleme. Und wie hieß er? Wie alt und woher?"
"Naja, also er heißt Jason und kommt aus München."
"Und wie alt?" Hackte sie etwas genervt weiter.
"17."
"Jetzt lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. Ich weiß dass dich das gerade nervt, aber ich will das halt wissen." Ich suchte meine Schlafsachen raus und verschwand ohne ein weiters Wort zu sagen im Bad. Das letzte worüber ich jetzt reden wollte war über Bill. Ich lies mich an der Badewanne nieder und fing an meine Zähne zu putzen. Obwohl wir erst halb 9 hatten und ich den ganzen Flug über gepennt hatte, war ich todmüde. Plötzlich klopfte es an der Tür.
"Michi, jetzt sag schon!" Ich verdrehte die Augen.
"Kannsch, du misch nisch ma in Ruhe fertisch mache lasse?!" Fragte ich mit der Zahnbürste im Mund. Sie ging zurück in ihr Zimmer und ich machte mich mehr oder weniger in Ruhe fertig.
"MICHI, DEIN HANDY!" Na und?! Solls doch klingeln. Tom kannte ich ja auch morgen noch anrufen. Ich ging aus dem Bad und Sevgi reichte mir mein Handy.
"Danke." Ein Anruf in Abwesenheit. Ich drückte drauf und mein Handy fiel aus der Hand.
"Scheiße, Scheiße! Warum hast du mir das Handy nicht gebracht?!" Die letzten Wörter schrie ich schon fast. Etwas verwirrt sah sie mich an.
"Ähm, tschuldigung. Hätts ja auch selber kommen können!"
"Sorry, wollte dich nicht anschreien, aber das war wahrscheinlich der wichtigste Anruf in meinem Leben." Sie zog die Augenbrauen zusammen. Ich machte das Licht aus und legte mich schlafen.
"Nacht."
"Nacht." Scheiße. Bitte, bitte ruf noch mal an. Ich will endlich wieder mit dir reden. Ich will dass du mir das alles erklärst und dass es so wird wie vor dem Kuss. Ich verfluchte die Leute die Zähneputzen erfunden hatte. Ich drückte mein Handy ganz fest an mich, damit ich es auch ja hörte wenn es klingelte. Es blieb aber die ganze Nacht und den ganzen darauf folgenden Tag stumm.

°°°°°°°°°°°Bills Sicht°°°°°°°°°°

Ich drehte den Ring im Licht hin und her und las immer und immer wieder die Gravur. Sie hatte mir den Ring vor 2 Jahren (2004) zum Geburtstag geschenkt. In den zwei Jahren war echt viel passiert. Ich lies den Ring am linken Ringfinger runter gleiten. Er passte immer noch.
"Ruf sie verdammt noch mal an!" Tom hatte es sich angewöhnt immer in mein Zimmer zu schleichen. Früher war er wenigstens immer laut, sodass ich ihn hören konnte wenn er kam.
"Hab ich schon, sie ist nicht dran gegangen!"
"Vielleicht war sie gerade aufm Klo! Jetzt mach schon, oder willst du dein Leben lang drübsal blasen?"
"Nein, nicht wirklich, aber....."
"Was aber. Da gibt’s kein aber. Mehr als auflegen kann sie nicht und ich glaub kaum dass sie das macht!" Er schmiss mir sein Handy hin.
"Also bei mir geht sie immer dran!" Er ging wieder raus und ich sah auf das Handy. ´Sollte ich es wagen? Nein! Ich muss mir was anderes einfallen lassen. Is doch scheiße so einfach anzurufen. ´ In zwei Wochen hatten wir Geburtstag und ich hatte da auch schon eine Idee was ich machen konnte, damit sie mir verzeiht. Ich setzte mich sofort an den Schreibtisch und fing an was auf das Blatt zu kritzeln.
"Bill! Verdammt wach auf!" Man, wer konnte denn so früh aufstehen und es auch noch wagen mich zu wecken? Langsam hob ich mein Kopf.
"Ah. Scheiße! Mein Hals!" Gustav stand neben mir und grinste mich blöd an.
"Was??" Fragte ich genervt. Er zeigte an meine Wange. Ich griff an meine linke Wange und nahm mir das Blatt weg.
"Was hast du gemacht?"
"Na wies aussieht aufm Schreibtisch gepennt!" gab ich genervt zurück.
"Ja, schon. Nur warum?"
"Ich hab mir überlegt was ich machen kann, damit mir Michi verzeiht und wieder, ach keine Ahnung. Einfach damit wir wider zusammen kommen."
Ich ließ meinen Kopf einmal Kreisen. Scheiße tat mein Knick weh. Ich saß immer noch am Schreibtisch.
"Und? Wie sieht dein Plan aus?" Ich setzte mein Siegergrinsen auf.
"Tja. Geheimnis!"
"Wenn ich Tom wäre, hättest du´s gesagt!"
"Nein, das bleibt mein Geheimnis! Sag mal wie viel Uhr haben wir eigentlich?"
"Kurz vor 10." Ich sah ihn verständnislos an.
"Und warum weckst du mich?! Wir müssen doch erst um 18Uhr los."
"Dachte du wolltest Frühstücken." Also Hunger hatte ich schon, aber.
"Ähm nein. Ich lass mir nachher noch was hoch kommen. Aber danke. Und jetzt..." ich stand auf und schob Gustav in Richtung Tür.
"Ey. Ich will aba net gehn!" Er schob beleidigt die Unterlippe vor.
"Sorry!" Ich knallte die Tür zu und schmiss mich aufs Bett. Man wenn das alles so klappte wie ich mir das Vorstellte, dann konnte ja nix mehr schief gehen. Ich schnappte mir mein Handy und rief David an.
"Hey Bill, was gibt’s?"
"Ähm, hi. Ich wollte fragen ob wir am 30 August schon irgendein Auftritt haben! Aber wir müssten dann bis zum 2.9 in Frankfurt bleiben."
"Warte kurz ich gucke. Sag mal, wieso kommst du denn nicht Frühstückn?"
"Keine Lust. Ich bestelle mir nachher was hoch!"
"Na dann is ja gut. Also. Ja kannst du machen. Aber was sagen die anderen dazu?"
"Ach egal. Entweder sie kommen mit oder eben nicht. Aber ich muss auf jeden Fall hin!"
"Okay, dann ruf ich gleich mal in einem Hotel an. Wo soll’s denn ungefähr sein?" Ähm ja, wenn ich´s wüsste. Ich wusste nicht wo sie jetzt wohnt.
"In der Nähe von Maintal."
"Okay. Also vom 30-2?"
"Genau! Danke David."
"Mach ich doch gern. Vergiss nicht, um 18Uhr ist Abfahrt in Richtung Viva Studios."
"Ja klar, Gustav hat mir eben auch schon bescheid gesagt. Bye."
"Ciao." Ich legte auf und rief sofort bei der Auskunft an und setzte mein Plan in die Tat um.

Kapitel 34

"Wie lange noch?!"
"Man, wir ham noch. Es dauert noch bis wir da sind. Jetzt halt die Klappe und setzt dich endlich mal still hin, dass kann ja niemand aushalten!" ´Das kann ja niemand aushalten. BlaBlaBla. Man wenn die in meiner Situation wären, wären sie auch aufgeregt. Ich hatte Tom meinen Plan nun doch erzählt und er spielte mit. Er sagte dass wir über unserem Geburtstag in Polen sind und Auftritte haben. Tom legte einen Arm um mich. Er grinste mich an und sein Blick sagte einfach alles.
"Glaubst du wirklich?" Er nickte.
"Also wenn sie dir nicht verzeiht, dann gar nicht mehr. Aber hey, da würde jedes Mädchen schwach werden. Außerdem Liebt sie dich auch noch!" Es war wirklich praktisch wenn der Zwillingsbruder mit der (ex)Freundin best friendz ist. Ich packte mein I-Pod aus und hörte bis wir in Frankfurt ankamen. Eilig checkten wir ein. Es war bereits 14Uhr.In 6Stunden wurde sie abgeholt. Ich legte meine Sachen ins Zimmer und ging zu Tom.
"Kommst du mit?"
„ Wohin?" Ich sah ihn mit einem wissenden Blick an.
"Achso. Ja klar man. Ich will doch genau wissen wies Aussieht. Er schnappte sich seine Kappe und wir gingen runter und stiegen in ein Taxi.
"Ey wo isen dieser verdammte Raum?" Fragte Tom nach 15 Minuten fahrt.
"Keine Ahnung. Ich war da auch noch nie! Entschuldigung? Wie weit ist es denn noch?" Das Taxi bog um die Ecke und hielt an.
"45€ Bitte." Verdammt war Deutschland teuer. In Miami war das alles billiger. Wir bezahlten und stiegen aus. Vor dem Haus stand ein Mann mit Anzug. Er war so um die Mitte Dreißig.
"Herr Kaulitz!" Tom und ich sahen uns flüchtig um. Zum Glück war niemand da. Wir stießen die Luft erleichtert aus. Ich streckte dem Mann die Hand hin genau wie Tom.
"Hallo. Ist der Raum schon fertig?" Der Mann öffnete die Tür und bat uns herein.
"Aber natürlich. Ich hoffe es ist alles so nach ihren Vorstellungen?!" Wir traten ein und Tom und mir fiel gleichzeitig die Kinnlade runter. Tom fand als erstes seine Sprache wieder.
"Das ist...Wow!"
"Besser als ich es mir Vorgestellt habe! Ich bin beeindruckt!" Der Mann grinste breit und reichte mir den Schlüssel.
"Na dann, viel spaß. Ich erwarte die Bezahlung bin in einer Woche. Auf Wiedersehen."
"Wiedersehen."
"Sag mal, wie viel musst du eigentlich für das alles ins Gesamt bezahlen? Also mit dem Auto was sie abholt?"
"Willst du gar nicht wissen!"
„ Doch, doch. Ich mein, das ist echt.....krass. Ich wäre nie auf sone Idee gekommen. Und auf der Bühne singst du dann?"
"Also ich hab für alles gerade mal 2500€ ausgegeben."
„ Abow. Krasse Sache. Du liebst sie ja wirklich!"
„ Ach ne. Was denkst du denn? Ich bin nicht so wie du!" Wir setzten uns auf die Bühne.
"Was soll das denn heißen. Immerhin sind wir Zwillinge!"
"Jor, stimmt schon! Nur in Sachen Freundinnen und Äußeres ähneln wir uns kein Stück!" Tom legte sich auf den Rücken und sah an die Decke.
"Naja, doch." Ich sah ihn fragend an. Er hob seine Hand und hielt sie neben meine.
"Und dann noch die Augen. Wie schon in der Bravo gesagt, wenn wir nackt wären und ohne Haare könnte man uns nicht auseinander halten!"
"Tom?"
"Hmm?" Ich stellte mich hin und streckte ihm meine Hand entgegen. Er ergriff sie und stellte sich vor mich.
"Ich bin echt froh dich zu haben!"
"Also Bill! Ich werde ganz rot. Du schmeichelst mir!" Er drückte seine Dreads ein wenig nach oben.
"Nein Tom! Das ist mein voller ernst! Ich wüsste nicht was ich ohne dich machen sollte!"
"Man alter. Ich doch auch und das weißt du. Genau wie du weißt dass ich so was hasse! Aber ich lieb dich auch!" Wir umarmten uns.
"Okay, genug! Sonst kann man noch auf die Idee kommen das wir Schwul sind!" Ich boxte ihn in die Seite und schon hatte eine wilde Rauferei begonnen. Nach ner halben Stunde lagen wir außer Atem neben einander und mussten uns einen ablachen. ´Ich vermisse das schon ein bisschen. Das einfach draußen rumlaufen, von niemand erkannt zu werden und einfach meinen Spaß zu haben ohne das ich angst haben muss Fotografiert zu werden und das, dass ein Skandal werden kann. ´
"Ja man. Wünsch ich mir auch! Aber dann denk ich mir, hey wir sind Berühmt. Haben Geld, haben unser Hobby zum Beruf gemacht und bekommen so ziemlich alle Mädels die wir haben wollen!"
"Tom!"
"Ja ich weiß! Du hast dein Mädel ja schon. Also ich mach mich dann mal wieder. Wir sehn uns bestimmt erst morgen! Viel Erfolg und treibts nicht zu bunt!"
"Haha. Mach dich ab. Wir sehn uns nachher." Tom zündete sich eine Zigarette an und verschwand. Ich nahm mir meine Sachen und ging ins Bad um mich noch mal neu zu Stylen. Noch 4 Stunden. Ich war total aufgeregt. Wie würde sie reagieren? Würde sie mir verzeihen?

°°°°°°°°°°°Michi´s Sicht°°°°°°°°°°

"Abow, ich bin ma voll satt!" Sevgi, Jenny, Bea und ich waren gerade Megges.
"Jor, ich auch!"
"Was wollen wir jetzt noch machen?!" Fragte Jenny in die Runde.
"Gehn wir Hauptwache, Skater!!" Ich sah auf mein Handy 6 Uhr.
"Hey, ich hab kein fun mehr. Ich mach mich Heim. Ciao, wir sehn uns."
"Ach komm schon. Dann sehn wir wieder alle mit unseren Coolen Spitzname!" Lachte Jenny und auch ich wusste genau an wen sie dachte.
"Nee du, lass ma gut sein."
"Können wir gar nix machen damit du bleibst?" Ich schüttelte den Kopf.
"Ich bleib noch. Wir sehn uns dann nachher." Als ich zu Hause ankam machte ich mich bereits Bett fertig. Es war zwar erst kurz nach sieben, aber ich wusste nicht was ich sonst noch machen sollte. Ich ging in Sevgi und mein Zimmer und legte Tokio Hotel- Schrei Live in den DVD- Player ein. Die Zwillinge hatten morgen Geburtstag und waren irgendwo in Polen oder so. Ich wäre so gerner bei ihnen. Vor allem wollte ich dass Bill mich anrief, oder zumindest eine SMS schreibt. Sonst war er auch nie so, er hatte immer geschrieben auch wenn wir streit hatten. Naja das konnte man ja wohl kaum streit nennen. Ich hatte einfach Schluss gemacht. Ich drehte mich um und wollte gerade schlafen als Sevgis Mutter rein kam.
"Michi? Da ist jemand für dich an der Tür." ´Oh man konnte man noch nicht Mal in Ruhe schlecht gelaunt sein? ´ Wieder willig quälte ich mich aus dem Bett.
"Ja?" Vor mir stand ein Typ mit Anzug und Chauffeur Mütze. Ich schätze ihn auf so Mitte dreißig
"Sind sie Michelle Krebs?"
"Ähm ja. Warum?"
"Ich soll sie abholen. Wenn sie sich jetzt bitte fertig machen würden, wir müssen dann los." Ich drehte mich um und sah in das Gesicht von Sevgis Mum. Die nickte nur.
"Bin gleich da. Soll ich irgendwas Bestimmtes anziehen?"
"Nein, so wie immer!" Ich trotte zurück in unser Zimmer und kramte den Gestreiften Rock, den ich mit Bill zusammen in Miami geholt hatte, ein schlichtes weißes T-Shirt und Flip Flops. Dann schminkte ich mich noch schnelle und band meine Haare zum Zopf. Ich schnappte mir mein Handy und meine Ohrringe und ging zu dem Fahrer.
"Sind sie fertig?" Ich nickte. Der Mann bedeutet mir dass ich vorgehen sollte. Unten stand eine Weiße Strecht Limousine.
"Wow!" Der Fahrer lächelte.
"Da werden heute wohl ein paar Träume war!" Ich musste grinsen und stieg ein. Da lag ein rosa Brief. Ich faltete ihn auf und las ihn durch.

Heute ist der Tag an dem sich dein Leben verändern wird, für immer. Komm nur wenn du dafür bereit bist.

xxxxxxxx

Ich musste grinsen und legte den Brief bei Seite. Mein Leben kann nur einer für immer verändern und diese Person war in Polen. Ich genoss die fahrt und sah aus dem Fenster. ´Man wo fahren wir denn hin? Hier war ich ja noch nie! ´ Nach ca. 45 Minuten waren wir da, also kurz vor neun. Der Fahrer öffnete die Tür und half mir raus. Er deutete auf das Haus und ging an mir vorbei. Er hielt mir die Tür auf.
"Gleich hier vorne." Langsam bekam ich Angst und mein Bauch hörte gar nicht mehr auf zu kribbeln vor Aufregung. Was sollte das alles? War es wirklich Bill? Ich betrat den Raum, es war stock dunkel, außer eine Kerzenstraße die geradeaus führte.
"Hallo?" keine Antwort.
"Hallo, ist da jemand?"
Plötzlich erschienen an den ganzen Wänden Bilder. Wo die Kerzenstraße hin führte stand ein Mikro und ein Sessel die angestrahlt wurden. Als ich mir die Bilder genauer ansah merkte ich das, das alles Bilder von Bill und mir waren, auch von den anderen aber Hautsächlich von uns beiden. Dann begann Musik und jemand, Bill wie ich dann erkannte, ging an Mikro. Er hatte den Kopf gesenkt und hielt das Mirko in der Hand. Langsam und verunsichert ging ich auf den Sessel zu und setzte mich. Bill fing an zu Singen und sah mich an. Sugababes- Too lost in you.

You look into my eyes, I go out of my mind
I can’t see anything, ‘cos this love's got me blind
I can’t help myself, I can’t break the spell
I can’t even try

I’m in over my head
You got under my skin
I got no strength at all
In the state that I’m in
And my knees are weak
And my mouth can’t speak
Fell too far this time

Baby, I’m too lost in you
Caught in you
Lost in everything about you
So deep, I can’t sleep, I can’t think
I just think about the things that you do
I’m too lost in you

Well you whispered to me
And I shiver inside
You undo me and move me in ways undefined
And you’re all I see
And you’re all I need
Help me baby, help me baby

‘Cos I’m slipping away
Like the sand to the tide
Falling into your arms, falling into your eyes
If you get too near I might disappear
I might lose my mind

Repeat chorus

I’m going crazy with love for you baby
(I can’t eat and I can’t sleep)
I’m going down like a storm in the sea
Yeah, no one can rescue me
Repeat chorus

Bill auf mich zu und kniete sich vor mich.

You look into my eyes, I go out of my mind
I’m too lost in you, i’m too lost in you

Er ließ das Miro sinken und sah mich mit Glasigen Augen an. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich war wie gelähmt. Das Hoffnungsvolle was vorher in seinem Blick war, verschwand langsam.
"Warum sagst du nix?" Seine Stimme zitterte. Er richtete sich in seiner vollen Größe auf, drehte sich um und ging Richtung Ausgang. Er griff nach der Türklinke und drückte sie runter. Ich schnappte mir das Mikro und lief ihm hinterher.
"Bill!" rief ich ins Mirko. Er blieb mit dem Rücken zu mir stehen und ich rannte auf ihn zu. Er drehte sich um und ich sprang in seine Arme. Ein Blitz durchfuhr mein Körper. Wir hielten uns einfach nur fest.
"Ich bin so froh dich wieder zu haben!" wisperte ich. Bill nickte und drückte mich ein Stück von sich weg, aber noch so nah das sein Herz und Atem spüren konnte. Langsam bewegten wir uns aufeinander zu. Als sich unsere Lippen trafen durchfuhr es mich wie ein Blitz. Es war wie eine Zeitreise. Ich sah alle schönen Momente mit ihm noch einmal. Wir lösten uns voneinander. Er nahm mich an die Hand und führte mich zurück zum dem Sessel. Dahinter war eine Decke ausgebreitet. Bill nahm ein paar Kerzen und stellte sie drum rum. Er setzte sich drauf uns zog mich runter zu sich. Wir saßen voreinander und sahen uns nur an. Bill hob die Hand und streichelte mich an der Wange. Ich genoss seine Berührungen, ganze drei Wochen musste ich drauf verzichten. Er kam auf mich zu und drückte mich nach hinten, sodass ich auf dem Boden lag. So was Romantisches hatte ich im ganzen Leben noch nie erlebt. Wir blieben noch knapp zwei Stunden hier und küssten uns, oder kuschelten einfach nur. Niemand sagte etwas. Ich wusste gar nicht das Bill so lange mal den Mund halten konnte.
"Kommst du mit?" Ich nickte. Er schaltete den Diaprojektor aus, der für die Bilder zuständig war und wir gingen raus. Ich schaute ihn fragend an.
"Wie kommen wir Heim?" Und schon kam die Limo vor die Tür gefahren. Bill machte mir die Tür auf. Wir stiegen ein und auch hier redeten wir nichts. Er nahm meinen Arm und hielt ihn ins schwache Licht. Er sah sich meine Narben an und küsste sie. Wir kamen am Hotel an und gingen sofort aufs Zimmer. Kaum war die Tür geschlossen, hob Bill mich hoch und trug mich zum Bett.

Kapitel 35

Als ich am Morgen aufwachte schlief Bill noch Seelenruhig. Ich nahm mir sein T-Shirt und zog mir es über. Ich kramte in meiner Tasche nach meinen Zigaretten und verschwand auf den Balkon. Grinsend setzte ich mich auf einen Stuhl und ließ den gestrigen Abend Revue passieren. Er war perfekt gewesen. Was hier gestern abging. Ich schämte mich schon fast selbst davor. Bill und ich hatten ganze 4 Mal miteinander geschlafen. Als ich daran dachte musste ich grinsen.
"Was denn so witzig?" Ich wandte mein Kopf zur Balkontür. Dort stand Bill, nur in Boxershorts bekleidet. Ich stand auf und Bill setzte sich auf den Stuhl. Er zog mich zu sich runter und schlang seine Arme um meine Hüfte.
„ Ach, ich musste nur an letzte Nacht denken!" Er musste auch anfangen zu grinsen.
"Jah, also wenn du mich fragst, können wir das ruhig jede Nacht machen!" Ich schüttelte belustigt den Kopf.
"Nein, nein. Es war zwar wunderschön und so, nur wir, ins besondere du, müssen immer früh aufstehen und da ist nix von wegen ausschlafen. Und nach so einer Nacht wie heute, brauchen wir das glaub ich beide!" Er nahm mir die Zigarette aus der Hand und rauchte sie fertig.
"Seh das doch einfach so, das dass die Nacht war in der wir die letzten 5 Wochen vernachlässigt haben!"
"Also, in 5 Wochen hätten wir also nur 3 Mal miteinander geschlafen?" Bill grinste mich verlegen an.
"Also, ich fands letzte Nacht wunderschön!" Grinste er mich zufrieden an. Ich schüttelte lachend den Kopf.
"Ja, ich auch!" Ich legte mein Kopf auf seine Schulter und wir sahen einfach in den Himmel und ließen die letzten warmen Strahlen des Jahres auf uns scheinen.
"Oh shit!" fluchte ich leise vor mich hin.
"Wasen?" Ich drehte mich etwas peinlich berührt zu ihm um. Ich Küsste ihn lange und voller Gefühl.
"Wofür war der denn? Also nicht das ich was dagegen einzuwenden hatte!"
„ Naja, du bzw. ihr habt heute Geburtstag und naja ich hab halt kein Geschenk für dich. Happy Birthday mein Schatz!"
"Ach Apropos Geschenk!" Bill stand auf und führte mich zurück ins Zimmer. Ich setzte mich aufs Bett und beobachtete ihn. Er kam mit einer kleinen Schmuckschatulle zurück. Er setzte sich neben mich und öffnete sie. Mir stockte der Atem.
"Bill, der ist, wow, aber, wie, wo, warum?" Er nahm den Ring aus der Schatulle und steckte ihn mir an den linken Ringfinger.
"Also, einen Heiratsantrag mach ich dir jetzt nicht, dafür sind wir noch ein bissi zu jung, nur wenn dir aufgefallen ist....." Er hob seine linke Hand und dort glänzte mein Ring den ich ihm damals geschenkt hatte.
"Es ist genau derselbe, mit derselben Kravur." Ich drehte den Ring und hielt meinen neben seinen.
"Bill, warum hast du das gemacht?" Ich blickte ihn mit ausdrucksloser Miene an. Ich wusste nicht genau was ich davon halten sollte.
"Einfach weil ich dich liebe. Ich wollte dir etwas geben das du immer bei dir hast, auch wenn ich mal nicht da bin." Er sprach langsam und nachdenklich.
"Bill. Du sollst mir doch nicht so teure Geschenke machen und außerdem hab ich doch etwas was mich immer an dich erinnert und es gehört ganz alleine dir." Er sah mich fragend an.
"Aha und was?" Ich grinste.
"Mein Herz! Ich kann den nicht annehmen. Ist doch komisch das du mir was an deinem Geburtstag schenkst." Ich zog den Ring aus und wollte ihn ihm wieder zurückgeben. Er guckte traurig zu Boden.
"Du magst ihn nicht, stimmts?" Er tat mir unheimlich leid.
"Bill, doch. Ich liebe ihn, aber..."
"Kein aber. Er gehört dir und wenn du ihn nicht annimmst, dann bin ich zu tiefst verletzt! Und jetzt Hand her." Ich musste grinsen und streckte ihm meine Hand hin. Er steckte ihn dran und Küsste ihn.
"Machen wir uns langsam fertig, gibt gleich Mittag!" Mittag? Wie viel Uhr hatten wir denn? Wir waren nicht länger als ne halbe Stunde wach. Ich fischte mein Handy und der Hosentasche.
"Hoppala. 3 Anrufe in Abwesenheit. Sevgi, Sevgi, Sevgi. Ach doch so viel Abwechslung." Bill grinste mich an, küsste mich und verschwand im Bad. Ich wählte Sevgis Nummer.
"Hallo?"
"Hey, ich bin’s. Was gibt’s denn?"
„ Was es gibt? Verdammt wo bist du? Ich mach mir hier voll die Sorgen!"
„ Ich bin im Hotel, keine Angst mir geht’s gut und ich komm heute oder morgen wieder Heim. Du ich muss jetzt auflegen. Ciao." Und legte auf. Ich wartete nicht mal eine Antwort ab. Ich nahm mir meine Sachen und verschwand ebenfalls im Bad. Nach knapp zwei Stunden war auch endlich Bill fertig und wir konnten endlich runter zum Essen. Wir betraten Arm in Arm den Essensaal und sofort erblickte uns Tom und fing an zu grölen.
"Ach, guckt mal wer da wieder zusammen ist!" Ich umarmte alle und Tom gab ich ein Kuss auf die Wange.
"Alles Gute zum Geburtstag, Schatzie!" Ich setzte mich neben Bill.
"Also wie seid ihr wieder zusammen kommen?" Fragte Gustav sofort. Ich grinste Bill an.
"Naja das war halt so...." Er fing an zu erzählen.
"Tja und dann haben wir 4-mal miteinander gesch...Au! Was soll das?"
„ Aha, gleich 4-mal? Jaja, mein kleiner Bruder macht sich langsam!" Ich wusste zwar nicht warum Tom sich so freute, aber mir gefiel es das alle glücklich waren.
"Und wie war´s?" fragte Georg weiter. Bill sah mich auffordernd an.
"Der beste Sex meines Lebens!" Bill setzte sein Siegergrinsen auf.
"Na, man merkt dass du noch nicht mit mir geschlafen hast!" Meinte Tom selbstsicher. Bills Miene verwandelte sich schlagartig ins Finstere. Er war total empfindlich wenn Tom irgendwelche Sprüche über sich und mich abließ, was ich auch verstehen konnte. Immerhin haben wir uns ja geküsst! Bevor Bill etwas sagen konnte, drückte ich ihm einen Kuss auf die Lippen.
"Sag mal Gustav, bist du noch mit Sabrina zusammen?" Er grinste von einem Ohr zum anderen.
"Was glaubst du denn? Sie kommt am Wochenende auch wieder."
"Ähm Michi?" Ich sah fragend zu Tom.
"Kommst du jetzt eigentlich wieder mit auf Tour?" Stimmt, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Ich sah zu Bill, der nun auch wieder grinste und wie verrückt nickte.
"Also, wies aussieht ja!"
"Was wollen wir heute eigentlich machen?" warf Georg dazwischen.
"Keine Ahnung. Wie wär’s mit Kino?" schlug Gustav vor.
"Na, wenn du sterben willst bitte!" Er sah mich etwas verwirrt an.
"Ähm eigentlich nicht, warum denn?"
„ Gustav, wir sind hier in Frankfurt. Die meisten Jungs finden euch so was von scheiße und wenn die euch sehen würden, die würden euch zusammen schlagen. Oder wenn die des nicht sind dann sind’s eure Fans!" Gustav nickte.
"Hast Recht!"
"Also, ich müsste noch mal Heim ein paar Sachen holen und mich verabschieden."
„ Also, ganz ehrlich. Da kannste allein hin gehen!" Ich sah Tom gelangweilt an.
"Mach ich auch, außerdem hab ich euch gar nicht gefragt ob ihr mitkommen wollt!" Bill wuschelte mir durch meinen Zopf.
"Hey, was is mit mir? Willst du mich loswerden?"
"Nein, ich hätte dich dann nachher gefragt!"
„ JaJa Michi, würd ich jetzt auch sagen!"
"Dann mach’s doch!" Georg sah mich aufmüpfig an und aß weiter.
"Machen wir uns fertig?" Bill nickte und wir gingen hoch. Ich Schminkte mich nach als plötzlich Musik anfing zu spielen.
James Blunt- Good bye my lover.
Bill kam zu mir, legte sein Kopf auf meine linke Schulter und schlang seine Arme um mein Bauch. Wir sahen uns kurz durch den Spiegel an. Ich drehte mich um und er hob mich aufs Waschbecken. Er fing an meinen Hals zu Küssen und schob mir das Shirt hoch. Ich schlang meine Beine um sein Oberkörper und drückte sein Kopf leicht gegen meinen Hals, damit er nicht aufhörte. Er zog mir das Shirt aus und fummelte sofort am BH rum. Ich ließ Bill machen und öffnete ihm die Hose. Zeitgleich zog er meinen BH runter und ich zog ihm die Hose runter. Ich sprang vom Wachsbecken. Seine Hand ließ er runter zu meinem Hintern wandern. So schnell wie sie unten war, war sich auch wieder weg und Bill sah mich fragend an.
"Dein Arsch ist nass." Ich sah ihn verwundert an und griff dann auch dran. Ich musste anfangen zu lachen. Wir hatten ausversehen den Wasserhahn ein wenig angemacht.
"Wieso hab ich das denn nicht gemerkt?"
"Naja, du warst halt ein wenig abgelenkt!" Er schob mich langsam Richtung Schlafzimmer. Bevor wir aufs Bett gingen Streifte er mir meine Hose und mein Slip ab. Dann zog er sich noch aus und legte sich auf mich. Gerade als wir dabei waren flog die Tür auf und Tom kam rein getrampelt. Das Bett stand so dass man uns nicht sofort sehen konnte. Bill rollte sich zur Seite, fiel dabei aber aus dem Bett. Ich schnappte mir die Decke und zog sie bis zum Kinn hoch.
"Lasst euch nicht stören. Ich sollte eigentlich nur sagen dass du mal kurz zu David sollst!" Tom grinste so verdammt frech, das ich ihn am liebsten hoch kannt ausm Fenster geschmissen hätte. Bill stand nun langsam auf. Ich reichte ihm ein Kissen.
"Kannst du nicht mal anklopfen??!!" Fragte er genervt. Mir war das alles total peinlich. Ich wollte dass diese Situation endete. Tom grinste mich die ganze Zeit blöd an. Ich konnte ihn noch nicht mal ansehen. Bill rief unterdessen aus dem Bad.
"Was will er denn?" Tom sah mich weiter an und schrie zurück.
"Keine Ahnung, wollte er nicht sagen!" Bill kam aus dem Bad und trat ihn in den Arsch.
"Glotz meine Freundin nicht so an!"
„ Mach ich doch gar nicht!" Tom fing sich einen Tödlichen Blick von Bill ein und guckte sofort aus dem Fenster. Bill gab mir ein Abschiedskuss und verschwand.
"Und Tom, lass die Finger von ihr!"
„ Ey, dafür gehören immer noch zwei Leute!" Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, legte sich Tom neben mich und ich drehte mich zu ihm. Wir konnten uns genau in die Augen sehen.
"Ich freu mich dass du mit kommst!" Er küsste mich und rollte sich auf mich. Eigentlich hatte ich nix dagegen, nur ich war gerade Nackt und Bill konnte jeden Moment zurückkommen, dennoch erwiderte ich den Kuss. Nach ca. 5 Minuten Dauer Knutschen stand er auf und ging ohne ein Wort zu sagen. Ich hatte auf einmal so ein schlechtes Gewissen. Erst machte ich so ein Aufstand, weil Bill mit soner Tusse rummacht und selbst mach ich mit seinen ZWILLINGSBRUDER rum. Ich war echt nicht mehr richtig im Kopf. Bill kam rein und setzte sich neben mich. Er sah nicht gerade Glücklich aus.
"Was los?" Er verschränkte die Arme vor der Brust und schnaubte. Ich legte meine Hände auf seine Schulter und mein Kopf auf seine linke Schulter.
"David. Wir haben uns eben gestritten." Ich brauchte gar nicht zu fragen ich wusste warum.
"Wegen mir, stimmts?" Bill nickte.
"Vielleicht ist es ja besser....." Er drehte sich zu mir um.
"Nein auf keinen Fall. Er meinte dass ich nicht aus zu halten war als wir uns getrennt hatten, aber ich bin mir sicher, dass das noch schlimmer wird wenn wir zusammen sind und du nicht bei mir bist. Also sag nix von wegen das du vielleicht doch hier bleiben sollst!" Ich setzte mein schönstes Grinsen auf, aber im inneren hätte ich anfangen können zu heulen. Wenn das jetzt schon so anfing, na dann viel Spaß. Ich wusste dass David sich nicht so leicht zufrieden geben würde. Ich zog mich an und Bill und ich fuhren zu Sevgi.

Kapitel 36

"Okay, willst du mir hoch, oder willst du hier bleiben?"
"Ich komm mit!"
„ Okay, dann mach dich drauf gefasst das du da vielleicht tot geknuddelt raus kommst!" Bill lachte kurz auf.
"Na, daran bin ich mittlerweile gewöhnt." Ich küsste ihn und wir stiegen aus. Wir gingen hoch und Sevgi´s Bruder öffnete die Tür. Etwas verdutzt sah er uns beide an.
"Sevgi is in ihrem Zimmer!" Er ließ uns rein und ich steckte den Kopf durch den Tür spalt. Bill stand hinter mir, sodass man ihn nicht sehen konnte.
"Hey süße." Sevgi sah mich an und grinste leicht.
"Sama, wo warst du? Ich hab mir voll die Sorgen gemacht! Warum kommst du denn nicht rein?" Sie stand auf und kam auf die Tür zu. Gerade als sie sie aufmachen wollte hielt ich sie zu.
"Wasen jetzt kaputt?" Sie zog eine Grimasse.
"Naja, also hier, hinter mir, da steht jemand und du musst mir versprechen nicht auszuflippen oder zu Schrein oder so was in der Art." Sevgi musterte mich skeptisch, stimmte dann aber doch zu. Bill hielt meine Hand und ich stieß vorsichtig die Tür auf. Als sie Bill sah fiel ihr die Kinnlade runter.
"Das, wie, Bill, woher?" Ich musste grinsen da der Anblick einfach zu witzig war wie sie da stand und nicht wusste was sie tun oder sagen sollte. Ich ging auf sie zu und umarmte sie. Sie jedoch starrte nur Bill die ganze Zeit an. Er kam strahlend auf sie zu und streckte ihr die Hand hin. Etwas verlegen nahm sie sie.
"Hi, Bill."
„ Ja ich weiß. Sevgi." Sie drehte mich um und sah mich verdutzt an.
"Woher kennt ihr euch denn?" Bill setzte sich auf den Stuhl und zog mich auf sein Schoß. Gerade als ich anfangen wollte zu Erzählen, fing Bill an unsere ganze Gesichte zu Erzählen. Während Sevgi interessiert zu hörte und ihn die ganze Zeit anhimmelte, fing ich an meine Sachen zu packen.
"Tja, und jetzt kommt sie mit auf Tour." So beendete Bill seine Erzählung und Sevgi sah mich erschrocken an.
"Wie jetzt? Du gehst mit auf Tour? Und ich?" Ich grinste sie etwas unbeholfen an und setzte mich neben sie.
"Naja, ich mein wir können ja...."
"Wie wär’s wenn du auch mit kommst. Ich mein wenn wir dann Auftritte haben oder so könnt ihr ja dann shoppen gehn oder so faxen." Sevgi war sofort begeistert von der Idee und stimmte zu. Sie viel Bill um den Hals und rannte sofort raus um zu fragen.
"Is doch ok das ich das Vorgeschlagen habe oder?" Bill sah mich etwas unsicher an. Ich löste mein Blick von der Tür und grinste ihn an.
"Ja klar, nur was wird David dazu sagen? Er ist ja schon voll dagegen das ich mit komme!" Bill stand auf und setzte sich neben mich und striche mir eine Strähne aus dem Gesicht.
"Keine Ahnung. Aber ich denke mal dass er darüber eher froh ist." Jetzt verstand ich gar nix mehr.
"Warum sollte er denn darüber froh sein?"
„ Naja, wenn eine Freundin von dir dabei ist, dann musst du nicht nur an uns kleben!"
„ Man, weißt du wie sich das anhört? Als ob ihr mein Lebens Inhalt seit und ich nicht ohne euch Leben könnte. Ich kann mich auch mal alleine beschäftigen. Besonders wenn du mir dein Laptop gibst!"
„ JaJa, immer am chatten!" Er drückte mich nach hinten und wir küssten uns. Sevgi kam rein und räusperte sich. Grinsend lösten wir uns von einander.
"Und, darfst du?" Sie nickte. Ich stand auf und fiel ihr um den Hals.
"Cool! Los fang an deine Sachen zu packen!" Nach knapp ner Stunde waren wir beide Fertig und hatten insgesamt 11 Koffer. Wir verabschiedeten uns und schleppten die Koffer nach unten. Bill verdrückte sich sofort in den Van, da total viele Mädels kamen. Nach weiteren 10 Minuten die wir gebraucht hatten um alles zu verstauen, konnte es dann endlich losgehen in Richtung Hotel.
"Wie machen wir das jetzt eigentlich? Wo soll ich denn schlafen?" Stimmt, darüber hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.
"Ja und dann noch bei den anderen Hotels wo ihr schon gebucht habt!" Bill sah sie an. Man konnte förmlich hören wie er sich anstrengte und nach dachte.
"Ah, wie wär’s wenn du bei Tom oder Georg schläfst?"
"Ja, nur da gibt’s ein kleines Problem Schatz!"
"Wasen?"
"Was sagen die zwei dazu?"
"Äh, egal. Wenn die das nicht wollen, dann pennst du eben bei uns!" Ich zwickte ihm in die Seite.
"Au, wasen?"
„ Was wenn ich andere Sachen mit dir vorhabe?" Er grinste mich etwas verlegen an.
"Naja, also wenn das so ist, dann schlaf ich eben in der Lobby!"
"Ach quatsch. Wenn die anderen nein sagen, dann kannst du ruhig bei uns pennen!"
"Und ich sag David gleich bescheid das er bei den anderen Hotels eine Person mehr buchen muss!" Sie grinste uns an und fiel uns um den Hals. Als wir im Hotel ankamen wurden wir bereits von den anderen erwartet. Als Sevgi ausstieg staunte Georg nicht schlecht. Im fiel, im wahrsten Sinne des Wortes, die Kinnlade runter. Ich konnte mir ein lächeln nicht verkneifen. Sevgi war total hibbelig, immerhin war Tokio Hotel einer ihrer Lieblings Bands, abgesehen von den Killerpilzen. Die ich, auch nur mal so ganz nebenbei, total toll finde. Sie gab jeden die Hand.
"Hi Sevgi."
"Gustav."
"Georg"
"Tom. Und du kommst jetzt auch mit?" Etwas schüchtern nickte sie.
"Wo schläfst du eigentlich? Ich glaub Bill und Michi wollen ihre Ruhe haben!" fragte Georg direkt.
"Man, musst du immer sofort Flirten?" fragte Gustav etwas entnervt.
"Bist ja nur neidisch, weil deine Freundin nicht kommt!" Gab er schnippisch zurück.
"Warum kommt Sabrina denn nicht?" fragte ich mit einer Spur Traurigkeit.
"Nein. Ihre Oma oder so hatte ein Schlaganfall und da muss sie halt mit ins Krankenhaus." Gustav war enttäuscht, was ja auch klar war.
"Also? Wo schläfst du denn jetzt?" Fragte Georg wieder.
"Ähm, keine Ahnung?!" Auf Georgs Gesicht breitete sich sein Siegergrinsen aus.
"Also, du könntest bei mir schlafen, wenn du natürlich dagegen hast!"
"Jo, klar gerne!" Georg schnappte sich ihre Koffer, also nicht alle, nur zwei, der Rest trug der Page rauf. Sevgi winkte uns zum Abschied und folgte ihm hoch.
"Meint ihr die fangen was an?" Ich sah Tom fragend an.
"Warum? Würde es dich stören?" Tom lachte kurz spöttisch auf.
"Nöö, wieso sollte es?" Ich zuckte mit den Schultern.
"Wenn du schon so direkt fragst. Also ich glaub nicht. Georg ist nicht so Sevgis Fall, hat sie zumindest immer gesagt!" gab ich zu bedenken. Ich sah abwechselnd zu Bill und Tom, die sich mal wieder nur mit ihren Blicken Unterhielten. Ich verstand nicht was sie sagten, manchmal war es echt scheiße das sie Zwillinge waren.
"Ähm ich geh jetzt mal hoch." Und gab Bill einen Abschiedskuss.
"Ach und du fragst nicht mal ob ich mit hoch will?" Ich überlegte kurz.
"Nöö, wenn du willst kannst du ja kommen, aber ich hab das Gefühl ihr müsstet da noch was klären!" Ich packte Gustav und zog ihn mit in den Aufzug.
"Was glaubst du um was es diesmal geht?!" Aus meinen Gedanken gerissen starrte ich Gustav an.
"Wie jetzt?"
„ Naja, das letzte Mal haben sie mit Blicken gesprochen als Bill das ganze für dich geplant hat.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°Bills Sicht°°°°°°°°°°°°

Als dann auch Michi und Gustav weg waren, schmissen sich Tom und ich auf die Couch.
"Was willst du jetzt genau von mir?" fragte ich Tom, der betröpfelt zu Boden starrte.
"Also, naja klingt jetzt vielleicht ein bissi scheiße, aber....... du bist halt nun mal mein Zwilling und mein bester Freund." Ich nickte und fühlte mich geschmeichelt, warum wusste ich nicht.
"Also, wenn Georg jetzt auch mit Sevgi zusammen kommt, dann bin ich der einzigste der keine Freundin hat und ach verdammt. Warum erzähl ich dir das denn?"
"Vielleicht solltest du einfach aufhören Mädels nur zum Poppen zu nehmen und sie einfach mal länger kennen lernen!" Tom sah mich skeptisch an.
"Und was soll das bringen?"
„ Tom, wenn du ein Problem damit hast, das alle auf einmal Freundinnen haben, dann musst du eben deine Prinzipien ändern!"
"Aber ich finds so toll wie´s is, nur wenn Georg auch ne Freundin hat, dann kann ich mit niemanden auf Frauen suche gehen!" ´Was das war sein einzigstes Problem? Das er dann alleine Mädchen abchecken musste? ´
"Wer sagt denn dass die beiden zusammen kommen? Die kennen sich jetzt gerade mal 10 Minuten!"
"Du glaubst doch nicht das wenn die beiden in einem Zimmer schlafen da nix läuft!" Gab er zu bedenken.
"Tom, dazu gehören immer noch zwei! Sie ist Türkin und darf gar kein Sex haben oder einen Freund!"
"Ja und?! Das können die doch heimlich machen!"
"Was glaubst du wie lange das Geheim bleiben wird? Wir sind verdammt noch mal berühmt, die Presse ist überall!"
„ Ja und? Bei dir und Michi klappts doch auch!" Ich verdrehte die Augen.
"Man Tom, was ist mit Urlaub? Wurden wir da nicht Fotografiert?"
„ Doch, aber..."
"Nix aber. Wenn man berühmt ist dann wissen das ganz schnell auch andere und ihr Vater wäre da nicht so begeistert! Mach dir keine Sorgen Alter, Georg wird dich nicht verlassen ;-)" Tom sah mich empört an.
"Man, ich bin nicht schwul, sonst müsste ich ja Bill heißen!" grinste er mich an.
"Wer von uns hat denn hier die Freundin?"
"Ja und, es gibt auch Männer die Heiraten und schwul sind und das noch gar nicht wissen und dann zwei Kinder haben und dann kommt da so ein Bill und dann ist ein 40 jähriger, zweifacher Mann in dich verknallt! Is doch abartig, du tust mir echt leid alter!" Ich musste grinsen. Seit dem Tom den Artikel in der Popcorn gelesen hatte, das ein 40 jähriger, zweifacher Vater in mich "verliebt" ist, zog er mich die ganze Zeit damit auf, obwohl das jetzt schon 3 Monate her ist. Ich klopfte Tom auf die Schulter und machte mich auf den Weg mit ihm nach oben.
"Hey, jetzt wach endlich auf!" jemand rüttelte an mir.
"Nein. Lass mich schlafen!"
"Bill, aufstehen. Wir müssen in drei Stunden los!" Langsam schlug ich die Augen auf und musste in die Grinsende Visage von Tom blicken.
"Wie kannst du denn schon am Morgen so gut drauf sein?" Er zündete sich eine Zigarette an und öffnete den Balkon.
"Naja, vielleicht weil ich schon seit zwei Stunden wach bin." Ich sah mich fragend um.
"Unten beim essen." Ich grinste ihn an und verschwand im Bad.
"Morgen Schlafmütze." Wurde ich von Gustav begrüßt. Georg war in ein Gespräch mit Sevgi vertieft.
"Das geht schon den ganzen Morgen so." Grinste er mich an.
"Und, wo geht’s heute hin?" fragte ich schmatzend.
"Nach Erfurt." Ich blickte auf und sah in Davids Gesicht. Er sah zu Sevgi und Georg.
"Hallo, du bist dann wohl Sevgi. Danke für den stress den du mir bereitet hast." Meinte er sarkastisch.
"Ähm, ja tschuldigung." Sie gaben sich die Hand.
"Naja, hab das ja alles noch mal hinbekommen." Er setzte sich zu uns und wir Frühstückten noch alle zusammen fertig.
"Also, machen wir uns auf den Weg." Wir nickten und standen alle auf. Wir gingen alle raus, aber nicht Händchenhalten.
"BILLLLLL!! ICH LIEBE DICH!!"
"GEORG!!"
"AAHH, TOM!!!!" Wir gingen auf die Fans zu und die Mädels stiegen bereits in den Van. Als ich die Blicke von den ganzen Fans sah, wusste ich dass das alles noch ein größeres Problem werden könnte.
"Bill, ist eine von den beiden Mädchen deine Freundin?" Und alle Augenpaare waren auf mich gerichtet.
"Ähm, also..." Sollte ich jetzt die Wahrheit sagen?
"Ja."
"Was? Und die andere?"
"Nur eine Freundin." Meinte Tom und schrieb weiter Autogramme.
"Ist es was Festes?" Fragte mich ein Mädchen den Tränen nahe. Ich nickte.
"Achso. Aber trotzdem find ich dich immer noch süß!" Ich lächelte sie an.
"Und, wann werdet ihr das bekannt machen?"
"Ja....."
"Also, wenn wir das nächste mal gefragt werden." Kam Tom mir zu Hilfe. Er schob mich weiter in den Van.
"Man hier wird’s langsam immer enger!" Stöhnte Georg, der schon wieder an Sevgi klebte.
"Tja, kann man wohl nix machen oder?" meinte sie und sah flehend zu Michi. Die jedoch grinste sie nur frech an und wandte sich zu mir.
"Wie lange braucht man von hier nach Erfurt?" Ich zuckte mit den Schultern.
"Auf jeden fall lange genug um noch mal zu schlafen." Wir wurschtelten uns irgendwie hin das es für uns drei (Tom saß auch noch bei uns in der Reihe) gemütlich war und schlafen konnten.

°°°°°°°°°°°°°Sevgi´s Sicht°°°°°°°°°°°°

"Also, naja was ich meine ist halt, das ich vielleicht doch was festes brauche. Auf lange Sicht bringen mir diese One´s nichts!" Ich nickte und musste mir das grinsen verkneifen. Es war ja schon irgendwie süß wie er mich beeindrucken wollte.
"Du, ich bin noch ein bissi müde und wenn du die ganze Zeit redest, dann kann ich nicht schlafen." Er grinste mich unbeholfen an und klopfte auf seine Oberschenkel. Ich streckte mich über die ganze hintere Reihe aus.
"Achso, was´en jetzt kaputt?" fragte Gustav grinsend.
"Bin ein bissi müde!" Wir grinsten uns an und ich schloss die Augen. Als ich aufwachte fuhren wir immer noch. Mein Hals tat weh und mein Rücken ebenfalls.
"Scheiße!" fluchte ich leise vor mich hin. Ich sah mich um. ´Man, warum müssen die denn noch alle schlafen? ´
"Michi. Michi, wach auf!" sagte ich so leise wie´s geht.
"Kannste lange versuchen." Erschrocken drehte ich mich um. Gustav hatte die Augen zwar noch geschlossen aber lächelte.
"Warum? Sonst ist sie auch niemand der so viel schläft!" Er machte die Augen einen Spalt breit auf.
"Tja, wenn sie bei Bill ist, dann sind die zwei so gut wie nicht wach zu bekommen!"
"Warum?" Er lächelte und setzte sich aufrecht hin.
"Kp, frag sie selbst, voraus gesetzt die wache halt wieder auf." Auch ich setzte mich normal hin und grinste.
"Du? Chris?"
"Ja?"
„ Wie lange dauerts noch bis wir da sind?"
"Ähm, ich würd sagen so ca. ne halbe Stunde."
„ okay danke."
„ Kein Problem."
"Und, ich hab gehört du hast ne Freundin?" Peinlich berührt nickte er.
"Was ist denn daran peinlich? Ist doch süß!"
"Keine Ahnung, aber wenn ich von Leuten abgesprochen werde, auf meine Freundin, werd ich immer irgendwie verlegen." Total unschuldig sah er mich an.
"Tja, unser Gusti halt. Dem ist alles sofort peinlich." Tom. Gustav und ich sahen uns beide an und fingen an zu lachen.
"Was war denn jetzt so witzig dran?" Fragte er, während er den Kopf langsam hob um über die Lehne sehen zu können.
"Keine Ahnung. Kam einfach so." Und wieder mussten wir lachen.
"Ey, manche Leute hier wollen vielleicht noch ein wenig schlafen." Brummte Bill.
"Man, dafür ist doch die Nacht!" Meinte Tom und grinste uns schief an.
"Da hab ich andere Sachen zu tun!"
"Gelitten. Der Tag ist da um spaß zu haben und nachts kann man schlafen, nicht umgedreht. Und wenn ihr unbedingt ficken wollt, dann geht schon um 6 ins Bett!"
"Haha, ich lach mich tot. Wann kommen wir denn mal um 6 zurück zum Hotel?" Mittlerweile war auch Georg wach geworden und Bill saß auch wieder aufrecht.
"Mach die ma wach." Meinte Georg und nickte auf den Platz vor sich. Bill sah unschlüssig auf Michi und dann wieder auf Georg.
"Ähm, nöö. Warum sollte ich?"
"Darum!"
"Grund."
„ Darum ist ein Grund."
„ Nicht für mich. Also warum?"
„ MICHI!" Man hörte ein kurzes stöhnen.
"Fickt euch doch!"
„ Aufstehn!" Sie richtete sich auf und sah uns alles böse an.
"Welcher Arsch hat gerade geschrieen?" Fragte sie schlecht gelaunt.
"Also ich hab keine Blähungen!" Alle fingen an zu lachen, außer mir.
"Hä, warum? Was hat das denn jetzt mit Blähungen zu tun?"
"Och Sevgi, das bist wieder Typisch du. Nix verstehen." Wir grinsten uns an.
"Kennst mich doch."
„ Also, wer war das denn jetzt?" Wie auf Kommando zeigten alle auf Bill, außer ihm selbst. Er zeigte auf Georg.
"Man Georg, du bist so ein Arsch!" Und schmiss ihm ihr Kissen in die Fresse.
"Hallo? Jeder zeigt auf Bill und ich bekomms ab! Was des fürn scheiß?"
"Naja, Bill würde mich nicht so wecken, sondern mit einem wundervollen Kuss, auf den ich nur mal so nebenbei immer noch warte und nicht mit so einem Geschrei. Weil er dann genau weiß das er Sex Entzug bekommt!"
"Oho. Hier werden scharfe Geschütze aufgefahren." Meinte Tom und klatschte mit Georg in die Hand.
"Wenn ich ihr wäre, würd ich mich darüber nicht freuen." Bill legte seine Arme um sie, zog sie auf den Schoß und küsste sie. Tom und Georg steckten sich den Finger in den Hals und Husteten.
"Is doch volllllll süß. Ich will auch so ein Freund!" Georg warf mir von der Seite einen schiefen Blick zu.
"Tja, aber Bill ist meiner. Guck doch mal, neben dir und rechts vor die hast du zwei fantastische Junggesellen, die nur darauf warten ihr große Liebe zu finden." Ich sah abwechselnd zu den beiden. Tom fing an lautstark zu lachen und Georg grinste mich nur breit an. Langsam bekam ich vor dem echt Angst. Tom hörte auf und drehte sich beleidigt um. Fragend sah ich zu Georg und Bill. Die jedoch zuckten nur mit der Schulter. Bill legte einen Arm um sein Bruder.
"Net schon wieder! Könnt ihr euch das vielleicht abgewöhnen?" Fragte Gustav genervt.
"Wir wollen auch wissen was ihr da redet."
"Was denn abgewöhnen?" Fragte Bill mit einem Engelsgesicht.
"Ja, das würd ich auch gern wissen." Georg streckte sich und legte dabei, ganz zufällig einen Arm um mich."
„ Man, das ist echt der älteste Trick den es gibt." Michi grinste zufrieden und fing sich einen bösen Blick von Georg ein. Beleidigt nahm er den Arm von meiner Schulter.
"Also, das mit den Blicken reden!"
"Warum? Das machen michi und ich auch manchmal!"
"Och nee. Nicht noch welche wo man dann da nix versteht. Wisst ihr eigentlich dass das voll unfair ist?" Wir diskutierten noch den Rest der fahrt über, dann checkten wir ein und machten uns kurz frisch. Michi und ich gingen dann shoppen und die Jungs mussten zu irgendeiner Verleihung. Nachdem wir unserem Geldbeutel genug für Klamotten gereizt hatten, setzte wir uns in ein Café.
"Man, Georg ist zwar voll nett, aber das er dauernd bei mir klebt is voll nervig." Sie verdrehte die Augen und schlürfte an ihrem Cappuccino.
"Naja, er steht halt auf dich. Außerdem sehs doch als Kompliment."
"Wie als Kompliment?"
"Nun ja.." Ich schluckte mein Stückküchen runter "Er will die One´s aufgeben und sich was festes suchen und dann bist du da und hast ihn verzaubert!" Ich prustete den Cappuccino durch die Nase wieder raus und alles auf Michi´s Shirt. Ich fing an zu lachen.
"Ihh, das ist echt abartig. Man, das bekomm ich bestimmt nie wieder raus. Fuck. Das war neu!" Motzte sie und wischte mit einer Servierte darüber.
"Sorry, wollte ich nicht aber das ich ihn verzaubert habe, dass kam einfach zu geil!" Jetzt musste auch sie grinsen.
"Ja klar, kann doch sein!"
"Man und selbst wenn, ich könnte nichts mit ihm anfangen. Wenn mein Vater das raus bekommen würde, uhi uhi uhi, ich wäre so was von tot."
Gegen halb acht machten wir uns zurück ins Hotel, die Jungs waren noch nicht da, sie würden erst so gegen 10 halb 11 kommen. Gelangweilt schmissen wir uns in Michi´s Zimmer aufs Bett und schaltet den Fernseher ein. Wie sahen uns die Verleihung an. Natürlich gewannen sie, es war ja auch ein Publikumspreis.
"Sag mal, das ist doch irgendwas Österreichisches oder?" Ich nickte.
"Ja, warum?"
"Naja, warum wird das dann in Erfurt Veranstaltet und nicht in Österreich?"
"Keine Ahnung, woher soll ich das denn wissen?"
„ Hät ja sein können."